Gegen Salzabwasser-Einleitung durch K+S

Werra-Weser-Anrainerkonferenz klagt

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Kassel/Witzenhausen. Die Werra-Weser-Anrainerkonferenz (WWA) wird gegen die von den Behörden fortgeschriebene Einleiterlaubnis für Abwässer des Düngemittelherstellers K+S klagen.

Dies habe die Klagegemeinschaft bei einem Treffen beschlossen, teilte sie am Freitag mit. Damit sei keine der seit 2011 dem Kasseler Unternehmen erteilte Erlaubnis sicher. "Sie stehen unter dem Vorbehalt einer gerichtlichen Überprüfung", betonte die Konferenz.

In der WWA haben sich rund 30 Kommunen, Vereine und Verbände zusammengeschlossen, die Klagegemeinschaft umfasst nach Angaben des WWA-Vorsitzenden Walter Hölzel sogar 40 Teilnehmer. Nach Auffassung der Anrainer darf K+S bis zum Jahr 2020 die Salzabwässer in fast unvermindertem Umfang in die Werra entsorgen. Deswegen ziehen die Umweltschützer nun vor das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

Mit den neu festgelegten Zielen lasse sich ausreichender Umweltschutz nicht erreichen. Der Regierungspräsident in Kassel missachte mit seiner Erlaubnis für den Düngemittelhersteller das europäische Gemeinschaftsrecht, befand die Anrainerkonferenz.

Ende November hatte das RP dem Konzern übergangsweise erlaubt, seine Salzabwässer weiter in die Werra laufen zu lassen. Von 2015 an allerdings weniger als bislang. Es gibt stufenweise strengere Grenzwerte. (dpa)

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