Halle im Grenzmuseum feierlich eingeweiht – Neues Konzept für die Ausstellung

Ost und West getrennt

Feierlich eingeweiht: Die neue Multifunktionshalle am Grenzmuseum, in der nur noch westliche Ausstellungsstücke untergebracht werden. Foto:s Cortis

Bad Sooden-Allendorf/Sickenberg. Einen großen Schritt vorangekommen auf dem Weg zu einer konzeptionellen Neuausrichtung ist das Grenzmuseum Schifflersgrund zwischen Bad Sooden-Allendorf und dem thüringischen Nachbarort Sickenberg.

Symbolischer Akt: Wolfgang Ruske (links) nimmt den Schlüssel zur neuen Halle von Stefan Heuckeroth-Hartmann entgegen.

Auf hessischem Gelände wurde am Sonntagnachmittag eine neue Multifunktionshalle feierlich eingeweiht, in der nur noch Ausstellungsstücke zu sehen sein werden, die zu Zeiten des Kalten Krieges von den Westalliierten oder der Bundesrepublik Deutschland eingesetzt wurden. Bislang waren Militärfahrzeuge, Hubschrauber und dergleichen von beiden Seiten, also auch der Sowjetunion und der DDR, mehr oder weniger durcheinander gewürfelt auf dem thüringischen Teil des Grenzmuseums ausgestellt, das seit 22 Jahren an die jahrzehntelange Teilung Deutschlands erinnert und als Mahn- und Gedenkstätte jährlich fast 50.000 Besucher zählt.

Die symbolische Schlüsselübergabe an den Vorsitzenden des Arbeitskreises Grenzinformation, Wolfgang Ruske, vollzog dessen Stellvertreter Stefan Heuckeroth-Hartmann. Am Rande einer Gedenkfeier zum Ende des Zweiten Weltkrieges morgen vor 68 Jahren dankte Heuckeroth-Hartmann den beteiligten Behörden für unbürokratische Unterstützung bei der Entwicklung eines rechtskräftigen Bebauungsplanes in diesem Außenbereich.

Sein Dank galt auch den am Bau beteiligten Firmen, den vielen ehrenamtlichen Helfern und ganz besonders Wolfgang Ruske. Dessen Beharrlichkeit sei zu verdanken, dass das Projekt hoch bezuschusst worden sei. Gut 318.000 Euro, so Heuckeroth-Hartmann, habe die neue Halle gekostet. Darin enthalten sei ein hoher Anteil an Eigenleistung. Auf 375 Quadratmetern könnten nunmehr viele Veranstaltungen in einem angemessenen Rahmen stattfinden und das Grenzmuseum sei noch besser gerüstet, um seine Aufgabe als Mahn- und Gedenkstätte wahrzunehmen. (zcc)

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