Politische Künstlergruppe baut Berliner Holocaust-Denkmal nach

Ein Holocaust-Mahnmal als Überraschung für AfD-Mann Höcke

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Mahnmal für den AfD-Politiker Björn Höcke auf dem Nachbargrundstück seines Anwesens in Bornhagen: Rechts sind viele der Betonstelen zu erkennen, links ein Teil von Garten und Wohnhaus Höckes.

Bornhagen. Das Kunstkollektiv „Zentrum für politische Schönheit“ hat im Garten unterhalb des Anwesens von AfD-Mann Björn Höcke in Bornhagen einen Nachbau des Berliner  Holocuast-Mahnmals aufgestellt.

Nur wenige Medien wurden offenbar vorher eingeweiht, um den AfD-Politiker Björn Höcke zu überraschen.

Am Tag nach der ersten Berichterstattung im Internet über die Einweihung eines Nachbaus des Berliner Holocaust-Mahnmal auf dem Nachbargrundstück des AfD-Politikers Björn Höcke ist es ruhig in dem kleinen eichsfeldischen Ort Bornhagen. Nur die Polizeipräsenz mutet für ein 300-Seelen-Dorf ungewöhnlich an: Zwei VW-Busse stehen neben Grundstücks-Zufahrten und eine Streife fährt auf dem Zuweg zur Burg Hanstein in den Ort.

Warum die Aufregung? Ein sogenanntes Kunstkollektiv „Zentrum für politische Schönheit“ hat im Garten unterhalb des Anwesens von Höcke 24 unterschiedlich große Betonstelen aufgestellt und enthüllt. Es sei extra für Höcke aufgestelllt worden, der das Original in der Bundeshauptstadt im Januar als „Denkmal der Schande“ bezeichnete. Wie Morius Enden von der Künstlergruppe in einem Interview sagte, wolle man Höcke mit der Aktion darauf hinweisen, dass es „eigentlich kein Denkmal der Schaden ist“.

Laut einem Bericht von Spiegel-online soll das Denkmal in Sichtweite Höckes mindestens zwei Jahre dort stehen.

Von anderen Standorten ist das Stelen-Ensemble nur schwer und auch von weitem zu sehen. Der direkte Blick von der Durchgangsstraße des Ortes wurde durch einen hohen Zaun verstellt.

Der Eigentümer des Nachbargrundstückes, der den Garten vor Monaten verpachtet hat, gab sich am Donnerstag unwirsch und verbat sich das Betreten seines Grundstücks.

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