Ab jetzt erhältlich

Bio Cannabi(er): Erstes Hanf-Bier aus dem Werra-Meißner-Kreis ist fertig

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Die ersten 1000 Liter sind fertig: Rainer Schinkel von Schinkels Brauhaus in Witzenhausen hat erstmals Bier aus regional angebauten Hanf hergestellt. Ab sofort steht das Bio Cannabi(er) zum Verkauf.  

Witzenahusen. Angebaut, gebraut und abgefüllt  im Werra-Meißner-Kreis: Das erste Bier aus Nutzhanf mit dem Namen Bio Cannabi(er) steht ab sofort in Schinkels Brauhaus in Witzenhausen zum Verkauf.

„Sie sind jung, grün, lebensfroh, vielseitig, standorttreu und suchen solvente Kreative für zukunftsfähige Partnerschaften“, mit diesem Text werben die Gründungsmitglieder der Werra-Hanf-Genossenschaft auf ihrem Plakat. Dass sie nicht nur vom Gründergeist sprechen, sondern diesen auch schon in die Tat umgesetzt haben, zeigten sie, als das erste Produkt aus regionalem Bio-Hanfanbau in Schinkels Brauhaus in Witzenhausen präsentiert wurde.

Wollen die Werra-Hanf-Genossenschaft gründen: (von links) Erich Böck, Rainer Pagel, Sarah Schinkel, Tom Raasch, Walter Strasheim-Weitz, Birgit Maske-Pagel, Diana Wetzestein, Beatrix Amon, Tim-Moritz Koch und Rainer Schinkel.

37 Gäste probierten das Bio Cannabi(er), eine neue Bier-Sorte von Braumeister Rainer Schinkel. Er hatte das Experiment gewagt und mit Wasser, Bio-Gerstenmalz, Bio-Hopfen und den frischen Blüten und Blättern aus Bio-Nutzhanf erst einmal 1000 Liter gebraut. Biersommelier Sarah Schinkel ist zufrieden mit der Qualität, die sich auch durch „die feinperlende, cremeweiße Schaumdecke, den elegant fruchtigen Duft oder das vollmundig malzig, mit angenehmer Frische ausgestattete Ale zeige. „Erst anschauen, dann riechen und dann trinken“, forderte sie die Probanden auf, die den angenehmen Geschmack von Werra-Hanf herausschmeckten.

„Die neue Hanf-Initiative ist deshalb sehr erfreulich, weil sie einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Region leisten kann“, sagte Vize-Landrat Dr. Rainer Wallmann. Tim-Moritz Koch von der Dorf- und Regionalentwicklung im Werra-Meißner-Kreis, sieht in der Werra-Hanf-Genossenschaft „als Start-up-Unternehmung im Werra-Meißner-Kreis die Chance, hier praktische Regionalentwicklung zu betreiben“. Darum wolle er sich privat dieser Genossenschaft anschließen. Seit diesem Jahr hat Tom Raasch, Agraringenieur und Berater landwirtschaftlicher Betriebe, den Hanfanbau im Blick. „Der Ölhanf der Sorte Finola ist auf dem Bioland in Niederdünzebach gut gewachsen, die Erntemenge der Hanfnüsse fiel doppelt so hoch aus als erwartet“, so Raasch. 

Mit Beatrix und Klaus Amon aus Schwebda hat die Gründergruppe zwei Mediziner, die im zweiten Studium ökologischen Landbau und Umwelttechnologie studiert haben, selbst biozertifizierten Honig produzieren und schon bald auch für ein biozertifiziertes Werra-Hanf-Öl sorgen werden. „Wir sind bislang 20 Hanfpioniere, die ein Vertriebsnetz aufbauen und Menschen bei dem Vorhaben unterstützen wollen, Hanf in dieser Region anzubauen, zu verarbeiten und zu vermarkten“, sagte Diana Wetzestein, die an diesem Abend für die neue Genossenschaft warb.

„Diese Pflanze hat einen prominenten Platz in der Werra-Region verdient, wir können alle dafür sorgen, dass jeder, der an Hanf denkt, auch an die Werra-Region denken muss“, sagte sie. (red/dir)

• Das Bio Cannabi(er) gibt es ab sofort in Schinkels Brauhaus in Witzenhausen. vorabinfo@werrahanf.de

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