Zwei Anrufe in Witzenhausen 

Falsche Polizeibeamte versuchen, Geld zu ergaunern

Symbolbild Polizei HNA
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Witzenhausen – Falsche Polizeibeamte haben am Montag mit zwei Anrufen versucht, Geld zu ergaunern.

Wie Jörg Künstler, Sprecher der Polizeidirektion Eschwege, mitteilte, ging der erste Anruf am Montag gegen 21.45 Uhr bei einem 74-Jährigen aus Witzenhausen ein. Der Anrufer habe sich als Polizeibeamter des Polizeipräsidiums Nordhessen vorgestellt. Er habe weiterhin vorgegeben, dass bei einer Festnahme der Name des Angerufenen auf einem Zettel sowie 2000 Euro in bar aufgefunden worden seien. Da der 74-Jährige sich nicht weiter auf das Gespräch einließ und dieses ablehnend beendete, sei es zu keinen konkreten Forderungen gekommen.

Kurz darauf, so Jörg Künstler, erhielt eine 78-Jährige einen Anruf eines angeblichen Polizeibeamten, der sich als ebensolcher der Polizeistation Witzenhausen vorstellte. Dieser habe vorgegeben, dass man soeben drei rumänische Täter festgenommen habe, die in einer Tasche Bargeld und Schmuck mitgeführt hätten. Zudem sei ein Zettel mit mehreren Namen aufgefunden worden – so auch einer mit dem Namen des Ehemannes der Angerufenen. Gleichzeitig fragte der falsche Polizeibeamte, ob die Angerufene 10.000 oder 20.000 Euro auf dem Konto habe. Da der 78-Jährigen das komisch vorkam, kam es zu keinen weiteren Kontakt mehr; das Telefonat wurde beendet. 

TIPPS DER POLIZEI

 

In Zusammenhang mit Anrufen falscher Polizeibeamter gibt Polizeisprecher Jörg Künstler folgende Tipps: . Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.

. Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotruf-Nummer 110 an. Diese Nummer ist für Bürger in Notsituationen vorgesehen – niemals umgekehrt. Sind Sie sich unsicher, wählen Sie selbst die 110.

. Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.

. Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Geben Sie Betrügern keine Chance; legen Sie einfach den Hörer auf. Nur so werden Sie Betrüger los. Das ist keinesfalls unhöflich!

. Auflegen sollten Sie, wenn: - Sie nicht sicher sind, wer anruft.

- Sie der Anrufer nach persönlichen Daten und Ihren finanziellen Verhältnissen fragt, zum Beispiel, ob Sie Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände im Haus haben. - Sie der Anrufer auffordert, Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände herauszugeben beziehungsweise Geld zu überweisen, insbesondere ins Ausland. - Sie der Anrufer unter Druck setzt. - Der Anrufer Sie dazu auffordert, zu Fremden Kontakt aufzunehmen, zum Beispiel zu einem Boten, der Ihr Geld und Ihre Wertsachen mitnehmen soll.

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