Das Land fördert die Sanierung des Schwimmbades auf Burg Ludwigstein

Neben dem Förderbescheid übergab Jens-Uwe Münker (Zweiter von rechts) eine Tafel vom Sportland Hessen an Burgbetriebsleiter Selmar Sechtling (Zweiter von links). Mit dabei auch Landrat Stefan Reuß und Sportkreisvorsitzender Dr. Jörg Möller. Foto: Nicole Demmer

Mit 67 000 Euro - 70 Prozent der Sanierung - fördert das Land die Sanierung des Schwimmbades auf Burg Ludwigstein. Weitere 10 000 Euro kommen jeweils vom Kreis und der Stadt Witzenhausen.

Mit dem Förderbetrag war am Mittwoch Jens-Uwe Münker, Abteilungsleiter Sport im hessischen Innenministerium, zu Gast auf der Jugendburg.

Mit rund 100 000 Euro soll im Schwimmbad die Glasfront unter energetischen Gesichtspunkten erneuert werden, berichtet Burgbetriebsleiter Selmar Sechtling. Außerdem wird die Beleuchtung und die sich schon ablösende Holzdecke ersetzt. Die Heizungen und ein Wasserfilter sollen ebenso erneuert werden wie die Dosieranlage für die Chemikalien. Aus Bundesmitteln wurden vor einem Jahr bereits die Umkleiden saniert, so Sechtling.

Neben Burggästen nutzen auch der Kanu-Club Witzenhausen, Privatpersonen und Schulklassen das Schwimmbad. Die öffentliche Nutzung war dann auch ein entscheidendes Kriterium für die Förderung durch das Schwimmbadinvestitionsprogramm (SWIM), erklärt Münker. Zudem erhält die Jugendburg den höchstmöglichen Satz von 70 Prozent der Gesamtkosten. Bei größeren Projekten seien je nach Finanzlage des Antragsstellers 30 bis 40 Prozent üblich.

Das SWIM-Programm läuft laut Münkert über fünf Jahre, jedes Jahr werden zehn Millionen Euro ausgereicht – die Höchst-Fördersumme beträgt eine Million Euro. 77 Projekte wurden im aktuell ersten Jahr unterstützt. Dabei richtete sich das Land nach Prioritätenlisten von Sportkreis und Sportbeirat. Für das kommende Jahr, so Landrat Stefan Reuß, steht das Freibad Großalmerode auf Platz 1 der Liste. Hier stehen Investitionen über 3,1 Millionen Euro an. Auch für die Schwimmbäder in Witzenhausen (400 000 Euro), Hessisch Lichtenau (680 000 Euro), Datterode (80 000 Euro), Wanfried (56 000 Euro) und Bad Sooden-Allendorf (15 000 Euro) werden Förderungen beantragt.

Schwimmbäder für entsprechenden Unterricht in den Schulen seien wichtig, so Sportkreisvorsitzender Dr. Jörg Möller, weil immer weniger Schüler schwimmen können. Durch die wenigen Hallenbäder im Kreis würden aktuell die drei Schulsportstunden zusammengelegt, damit die Schüler per Bus zum Schwimmbad gebracht und unterrichtet werden können. „Der Bedarf ist da, aber die finanzielle Situation in den Kommunen nicht“, bekräftigt Reuß.

Um den Rest des Schwimmbades auf dem Ludwigstein sanieren zu können, bedarf es weiterer 500 000 Euro, schätzt Sechtling. „Ich bin deshalb froh, dass wir schon einmal Teilelemente sanieren können.“ Im ersten Quartal des kommenden Jahres soll die Ausschreibung dafür erfolgen.

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