Neue Blitzeranlangen in Ludwigsteinkurve und unter Weinbergen installiert

Neuer Blitzer vor der Ludwigsteinkurve: An der Bundesstraße 27 zwischen dem Fußweg zur Burg und dem Witzenhäuser Stadtteil Werleshausen wird im Bereich der Bushaltestelle an der Brücke über die Werra ab nächste Woche rund um die Uhr geblitzt. Gestern stellte Werner Kreßner vom Ordnungsamt die Technik der modernen Anlage vor. Foto: Stefan Forbert

Burg Ludwigstein. Autofahrer, die dazu neigen, schneller zu fahren als erlaubt, sollten ab nächster Woche an der Ludwigsteinkurve der B 27 und auf der B 80 unter den Weinbergen den Bleifuß vom Gas nehmen: Am Montag stellt das Ordnungsamt von Witzenhausen zwei moderne, allgemein Blitzer genannte Geschwindigkeitsmessanlagen scharf.

Seit Anfang August sind die beiden schwarzen Säulen, die mit Kameras mit Lasertechnik ausgerüstet sind, nach Angaben von Ordnungsamtsleiter Werner Kreßner eingerichtet. Aus Toleranzgründen, damit sich die heimischen Autofahrer noch daran gewöhnen können, sind sie bis Anfang nächster Woche nicht in Betrieb.

Dann aber wird rund um die Uhr geblitzt – die Anlage funktioniert bei Tag und Nacht. Und wenn der zu rasante Autofahrer die Säule erblickt, „ist es schon zu spät“, sagt Fachbereichsleiter Michael Zimmermann. Denn die Lasertechnik erfasst die Straße 60 bis 70 Meter vor dem Standort. Vor der Ludwigsteinkurve ist das der als besonders gefährlich erachtete Bereich der Bushaltestelle an der Fußgängerbrücke nach Werleshausen. An dieser Stelle wurde bislang nur regelmäßig mit der mobilen Anlage kontrolliert.

Ersetzt und zum Messen in beide Fahrtrichtungen erweitert wurde hingegen der Blitzer unter den Weinbergen zwischen Witzenhausen und Unterrieden. Die alte Anlage überwachte lediglich der Verkehr in Richtung Kernstadt. Man habe aber festgestellt, dass Autofahrer eher stadtauswärts statt stadteinwärts schneller unterwegs sind, sagt Jörg Arnold von der städtischen Verkehrsüberwachung, die für die Auswertung der Daten von den Kontrollsäulen zuständig ist. Wobei die eingesetzte Technik schon zwischen Personenwagen, Lastwagen und Motorrad unterscheidet.

Für die beiden neuen Anlagen investiert die Stadt laut Bürgermeister Daniel Herz rund 100 000 Euro. Er hofft, dass sie sich „so schnell wie möglich“ amortisieren. Aber auch, dass sich durch sie im Sinne der Prävention die Verkehrssicherheit erhöht.

Nicht erneuert werden, wie es hieß, die beiden alten Blitzeranlagen in den Ortseingängen der Stadtteile Hundelshausen und Wendershausen.

Übrigens: Die vor wenigen Wochen aufgestellte Säule an der B 27 nahe dem Lückertshof dient nicht zum Blitzen. Die Säule, auch blau statt schwarz lackiert, ist von der Mautsystemfirma Toll Collect und überprüft, ob für die Lkw die Maut korrekt bezahlt wurde.

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