Sven Schreivogel produziert CD von Buch, das in Witzenhausen und Göttingen spielt

Am Mikro: Schauspieler Jan Reinartz vom Jungen Theater Göttingen hat für Sven Schreivogel (kleiens Foto rechts) eine Hörspiel-CD eingesprochen. Die Handlung spielt in Göttingen und Witzenhausen. Fotos: privat/Archiv

Witzenhausen. „Göttingen hat eine Universität, Marburg ist eine …“ – dieses bekannte Zitat stammt aus dem Buch „Prinz Rosa Stramin“ des hessischen Dichters Ernst Koch. Eine gekürzte Fassung hat Medienproduzent und Regisseur Sven Schreivogel jetzt als Hörspiel eingespielt.

Geschehen ist das im Tonstudio Sound-Design in Göttingen-Weende. Als Sprecher hat Schreivogel auf ein bekanntes Gesicht und eine markante Stimme zurückgegriffen: Jan Reinartz, seit vielen Jahren Schauspieler am Jungen Theater in Göttingen, hat „Prinz Rosa Stramin“ Leben eingehaucht.

Zudem setzt Schreivogel auf den regionalen Bezug, wie schon in einigen Vorlagen und eigenen Werken zuvor. Die Bearbeitung des Werkes befasst sich vor allem mit Kochs Kindheit im nordhessischen Witzenhausen und seinem Studentenleben in Göttingen. In der Kirschenstadt Witzenhausen, die im Buch verklärend „Lenzbach“ genannt wird, hatte der Dichter sein achtes bis 14. Lebensjahr verbracht.

In unterhaltsamer Sprache schildert er Anekdoten aus dem Schul- und Kirchenwesen des frühen 19. Jahrhunderts. Natürlich darf hier auch die Erzählung vom kleinen Geiger im Weinberg nicht fehlen. Doch auch die Beschreibungen des studentischen Milieus im Göttingen der 1820er-Jahre sind hörenswert.

Seine bis dahin unveröffentlichten Texte fasste Koch 1834 zusammen und veröffentlichte sie als Buch. Zu dem merkwürdigen Titel „Prinz Rosa Stramin“ wurde er von seiner Verlobten Henriette von Bosse angeregt, als sie ihm ein in rosa Stramin gebundenes Notizbuch schenkte, auf das ein persischer Prinz gestickt war.

Zu Kochs Lebzeiten erschien „Prinz Rosa Stramin“ in zwei Auflagen. Die vom Marburger Maler Otto Ubbelohde illustrierte Ausgabe kam erstmals 1922 heraus.

Einen Einblick in ihr Hörbuchprojekt hatten Jan Reinartz und Sven Schreivogel bereits anlässlich der diesjährigen „Woche der Witzenhäuser“ gegeben – im gut besuchten dortigen Rathauskeller. Kaufinteressenten müssen sich noch ein wenig gedulden, denn die CD mit einer Spieldauer von etwa 60 Minuten wird pünktlich zum Weihnachtsgeschäft der neuen Produktlinie „Die Region als Hörkulisse“ (Saphir Tonart) veröffentlicht, sagt Schreivogel.

Der übrigens ein weiteres Projekt vor dem Start hat: Am 28. Oktober wird eine neue Folge der „Geisterjäger“ im Rahmen einer Hörspielpremiere in Witzenhausen präsentiert. Der Kartenvorverkauf dafür beginnt am 14. August. (tko)

• Die Karten zum Preis von zehn Euro gibt’s ab dem 14. August in der Tourist-Info Witzenhausen beziehungsweise im Internet unter premiere@saphir-tonart.de

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