Nach hessisch Lichtenau die zweite Kommune im Kreis

Witzenhausen führt Pflicht zur Kastration von Katzen ein

Witzenhausen. Wer seine Katze oder seinen Kater in Witzenhausen ins Freie lässt, muss ab sofort sein Tier per Mikrochip oder Tätowierung kennzeichnen, im Haustierregister Tasso eintragen und kastrieren lassen.

Das hat das Stadtparlament am Dienstag mit knapper Mehrheit beschlossen. So soll die unkontrollierte Vermehrung freilaufender Katzen eingedämmt werden. Diese litten oft an Krankheiten und sterben einen qualvollen Tod, heißt es in der Beschlussvorlage.

Der Tierschutzverein Eschwege, der das kreisweit einzige Tierheim betreibt, der Tierschutzverein Witzenhausen sowie die Katzennothilfe Hessisch Lichtenau hatten bereits vor einigen Jahren vehement eine Kastrationspflicht gefordert. Hessisch Lichtenau ist dem Aufruf gefolgt und hatte als erste Kommune in Hessen bereits im Oktober 2012 die Pflicht zur Kastration für Katzen verabschiedet. Jetzt folgt die Kirschenstadt als zweite Kommune im Kreis der Forderung der Tierschützer. Neben den Schützern hatte bereits 2013 auch das Veterinäramt in Eschwege die Forderung unterstützt. „Wir haben eine Empfehlung herausgegeben, die Kastrationspflicht einzuführen“, sagte Amtsleiter Eckhard Schinkel damals.

Laut der neuen Verordnung müssen freilaufende Katzen in Witzenhausen bis zu ihrem sechsten Lebensmonat gekennzeichnet, registriert und kastriert werden. 

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