Zwei Betrugsversuche am Telefon durchschaut

Zwei Betrugsversuche am Telefon sind am Donnerstag gescheitert. Zwei Senioren durchschauten die Masche, wie die Polizei mitteilt.

Um 14.10 Uhr erhielt ein 66-jähriger Mann aus Großalmerode einen Anruf von einer jungen Frau, die sich als Cousine ausgab. Der Angerufene fragte, ob sie seine Cousine Regina sei und dann gleich geistesgegenwärtig weiter, wie denn der Bruder seiner Cousine Regina heiße. Daraufhin legte die unbekannte Anruferin auf. Der Stimme nach muss sie 20 bis 25 Jahre alt sein.

In Witzenhausen meldete sich um 21.50 Uhr bei einer 92 Jahre alten Frau jemand als angeblicher Polizist. Er warnte vor einer Einbrecherbande, die an der Nordbahnhofstraße bereits zugeschlagen habe. Die Frau solle vorsichtshalber Fenster und Türen geschlossen halten. Die 92-Jährige erklärte dann, dass ihr Sohn nebenan wohne, woraufhin der Anrufer plötzlich auflegte. 

In beiden Fällen wurde keine Rufnummer übermittelt.

Tipps der Polizei:

-Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.

-Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.

-Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren Sie frühestens für den kommenden Tag einen Gesprächstermin und überprüfen Sie die Angaben.

-Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.

-Lassen Sie sich vom Anrufer die Telefonnummer geben und überprüfen Sie diese mit bereits bekannten Nummern.

-Rufen Sie die jeweilige Person unter der lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.

-Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

Bei Anrufen oder persönliche Kontaktaufnahme durch angebliche Polizeibeamte:

-Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt oder anruft. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Wichtig: Lassen Sie ggfs. einen Besucher während der Überprüfung vor der abgesperrten Tür warten.

-Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung.

-Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis.

-Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.

-Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.

-Wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt Informieren Sie sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110 oder der jeweiligen Amtsleitung und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Julian Stratenschulte/dpa

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