Schon drei Jahre Ganztagsangebot an der Bilsteinschule - Jetzt offizieller Status

Der Zeit weit voraus

Die guten Geister der Bilsteinschule: Andrea Krück-Abel (stehend, von links), Manuela Engelmohr, Claudia Hohn und (am Tisch) Margitta Franke im Kreis ihrer Schützlinge. Foto: Cortis

Großalmerode. Der Zeit weit voraus ist die Bilsteinschule in Großalmerode. Schon seit drei Jahren hält die Grundschule für ihre rund 150 Kinder ein Ganztagsangebot vor. Das bedeutet: Von Montag bis Freitag eine Rundumbetreuung zwischen 7.30 Uhr bis 16 Uhr. „Schule mit Ganztagsangeboten im Profil 2“ heißt das im schönen Bürokratendeutsch. Und dieser Status ist der Bilsteinschule jetzt auch offiziell zuerkannt worden.

„Wir sind keine Aufbewahrungsschule, sondern machen unseren Kindern über den Unterricht hinaus auch tolle Angebote am Nachmittag“, sagt Schulleiter Gerald Heimerich. Damit spricht er unterschiedliche Aktivitäten an, wie das Musizieren, Theaterspiel, Kunstmalen, Basteln, Billard, Turnen, Tennis, Kochen, PC-Kurse oder die Herausgabe der Schülerzeitung „Bilsteinchen“.

Kein Kind muss, aber jedes Kind kann von diesen Angeboten Gebrauch machen. Entscheidet es sich aber für die Teilnahme an dieser oder jener Arbeitsgemeinschaft, dann gilt das verbindlich für ein halbes Jahr. Auf diese Weise wissen Eltern jederzeit, wo sich ihr Kind gerade aufhält. Heimerich: „Die Verlässlichkeit ist das Herzstück dieses Angebotes.“

Warme Mahlzeit

Weil Stadt und Kreis jeweils 5000 Euro zugeschossen hätten, sei es der Bilsteinschule möglich gewesen, schon seit drei Jahren die Kriterien nach „Profil 2“ nicht nur zu erfüllen, sondern auch die Angebote danach auszurichten. Dabei arbeite man eng mit der benachbarten Valentin-Traudt-Schule zusammen, wo die Kinder mittags auch eine warme Mahlzeit erhielten. Zuletzt seien es etwa 140 Essen pro Woche gewesen mit steigender Tendenz.

Ganztagsschule bedeute aber auch, dass die Lehrerinnen und Lehrer verstärkt eingebunden würden. Träger der Nachmittagsbetreuung sei der Förderverein. Ehrenamtlich engagiere sich die Vorsitzende Beate Wilhelm-Matt „in höchstem Maße“ für die Bilsteinschule. Vorbildlich seit Jahren sei auch die Arbeit von Heike Schmidt, die das Geld verwalte.

Auch mit dem Raumangebot sei die Schule auf einem guten Weg. So seien über dasselbe Treppenhaus zu erreichen je zwei Betreuungs- und Hausaufgabenräume, die Bücherei, ein PC-Raum mit zwölf Arbeitsplätzen sowie ein Raum, der als Kunstatelier genutzt werde. Wünschenswert sei noch ein Ruheraum.

Engagierte Eltern

Das ganze Konzept könne aber nur deshalb aufgehen, „weil wir unheimlich engagierte Eltern haben“, so Heimerich. An erster Stelle der guten Geister nannte er Margitta Franke, die täglich mehrere Stunden Betreuungsdienste leistet. Jeden Tag auf der Matte steht auch Claudia Hohn in der Bücherei. Die logistische Arbeit der Nachmittagsverwaltung leistet Manuela Engelmohr. Und für die Hausaufgabenbetreuung montags bis donnerstags steht die Sozialpädagogin Andrea Krück-Abel bereit. (zcc)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare