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Feuerwehr in Kleinvach erhält Anbau für 100 000 Euro

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Von: Christoph Cortis

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Ganz schön eng: Kleinvachs Wehrführer Alexander Gießler demonstriert die Verhältnisse im örtlichen Feuerwehrgerätehaus, das um einen Anbau erweitert werden soll.
Ganz schön eng: Kleinvachs Wehrführer Alexander Gießler demonstriert die Verhältnisse im örtlichen Feuerwehrgerätehaus, das um einen Anbau erweitert werden soll. © Chris Cortis

Die Feuerwehr in Kleinvach erhält einen Anbau an ihr Feuerwehrgerätehaus.

Kleinvach – Freude bei den Brandschützern im Bad Sooden-Allendorfer Stadtteil Kleinvach: Mit den beengten Verhältnissen im Feuerwehrgerätehaus soll bald Schluss sein. 100 000 Euro hat die Stadt im Haushalt 2022 eingeplant für einen Anbau, der im rückwärtigen Bereich zwischen Gebäude und Werra entstehen soll, teilte Ortsvorsteher Volker Döhn nach der Ortsbeiratssitzung mit.

Bei einer Prüfung im Juli 2020 hatte die Unfallkasse Hessen unter anderem diesen Mangel moniert, ergänzte der seit drei Jahren amtierende Wehrführer Alexander Gießler. Nicht nur die seitlichen Abstände zwischen dem mit einem Wassertank ausgestatteten Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF W) und den Wänden seien zu eng. „Auch in der Höhe passt es nicht“, wenn das knapp 20 Jahre alte Fahrzeug in absehbarer Zeit durch ein neues Modell des gleichen, aber dann größeren Typs ersetzt werde.

Noch enger zu geht es in der Garage der Mannschaftstransportwagen. Der Siebensitzer soll nach Gießlers Worten umziehen an den derzeitigen Standort des TSF W, sobald das in dem Anbau untergestellt werden kann.

Ebenfalls im Etat 2022 sind zugunsten der Feuerwehr Kleinvach mehr als 10 000 Euro eingestellt für die Anschaffung einer Tauchpumpe und einer Absauganlage, womit auch diese Forderungen der Prüfer erfüllt werden.

Abgelehnt hat unterdessen der Ortsbeirat das Ansinnen der Stadt, das Räumen von Gräben, den Rückschnitt von Bäumen und die Reparatur von Feldwegen in eigener Regie zu übernehmen. Dafür fehlten die Gerätschaften. Wenn die Stadt diese Arbeiten nicht mit eigenen Leuten bewerkstelligen könne, müsse sie halt Dienstleister damit beauftragen, so der Ortsvorsteher.

Mit Genugtuung, so Döhn weiter, habe der Ortsbeirat die für kommendes Jahr einmalige Erhöhung der Sofortmittel von zehn auf 15 Euro pro Einwohner zur Kenntnis genommen. Wie berichtet, hatte das Stadtparlament einen entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion einmütig gebilligt, weil wegen des noch nicht genehmigten Haushalts 2021 die Sofortmittel als freiwillige Leistung in diesem Jahr nicht ausgezahlt werden konnten.

Die SPD-Abgeordnete Carolin Krengel hatte sogar dem letztlich gescheiterten Änderungsantrag der CDU zugestimmt, die Sofortmittel einmalig um 100 Prozent zu erhöhen, womit sie ihre Wertschätzung für die Ortsbeiräte insgesamt zum Ausdruck bringen wollte.

Trotz der höheren Zuweisungen bleiben die Einwohner auf den Kosten sitzen, die sie für Gemeinschaftsaufgaben aus eigener Tasche übernommen hatten. Dabei handelt es sich laut Döhn um etwa 400 Euro. (zcc)

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