Pilotprojekt geht weiter

Medibus fährt weiter: Das sagen Vertreter aus dem Werra-Meißner-Kreis

Unterschriften für den Medibus: von links Ralf Hilmes (Nentershausen), Lars Böckmann (Herleshausen),Thomas Mäurer (Weißenborn), Alfred Knoch (Cornberg, Erster Beigeordneter), Thomas Eckhardt (Sontra).
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Unterschriften für den Medibus: von links Ralf Hilmes (Nentershausen), Lars Böckmann (Herleshausen),Thomas Mäurer (Weißenborn), Alfred Knoch (Cornberg, Erster Beigeordneter), Thomas Eckhardt (Sontra).

Der Medibus bleibt für weitere drei Jahre erhalten und dreht im Werra-Meißner-Kreis auch über den 31. März hinaus seine Runden durch die Kommunen Sontra, Herleshausen und Weißenborn.

Sontra/Herleshausen/Weißenborn – Das Angebot wird sogar um Beratungen in den Bereichen Pflege und soziale Betreuung erweitert.

In den vergangenen Jahren haben alle an einem Strang gezogen.

Thomas Mäurer, Bürgermeister Weißenborn

Damit fällt eine Last ab, wie Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt erklärt. Der Erhalt, da sind sich Eckhardt und Weißenborns Bürgermeister Thomas Mäurer einig, ist ein positives Signal und es zeige, dass es sich lohnt, für eine Sache einzutreten. „Über 3000 Unterschriften sind zusammengekommen“, so Eckhardt. Das allein habe deutlich gemacht, wie wichtig der Medibus für die Region sei. Zudem sei es auch eine ordentliche Leistung, in Frankfurt und Wiesbaden gehört zu werden.

„In den vergangenen Jahren haben alle an einem Strang gezogen“, lobt Mäurer. Denn neben den Bürgern und den Bürgermeistern der vom Ärztemangel betroffenen Kommunen in den Landkreisen Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg (Cornberg und Nentershausen), hatten auch die Landräte sowie die politischen Vertreter der beiden Kreise das Anliegen unterstützt, betonen die beiden Bürgermeister.

Über die positive Nachricht vom Land Hessen gefreut hatten sich daher auch die aus dem Werra-Meißner-Kreis abgesandten Landtagsmitglieder Lena Arnoldt (CDU), Karina Fissmann (SPD) und Felix Martin (Bündnis 90/Die Grünen). „Mein Dank gilt allen Beteiligten, die sich für den Erhalt des Busses eingesetzt haben“, sagt Fissmann.

Und auch Arnoldt freue sich über die Einigung. Beide gaben an, sich nicht nur im Kreis, sondern auch im Landtag für das Modellprojekt Medibus starkgemacht zu haben. Indes weist Martin auf die Zukunftsfähigkeit des Projekts hin. Mit einer mobilen Praxis könne die gesundheitliche Versorgung in Regionen ohne Hausarzt unkompliziert übernommen werden.

Doch der Erhalt des Medibusses wird nicht nur als ein Erfolg gefeiert. Die Zusage vom Land, das Projekt für weitere drei Jahre fortzuführen, verschafft den vom Ärztemangel betroffenen Kommunen Sontra, Herleshausen, Weißenborn sowie Cornberg und Nentershausen außerdem Zeit, wie Sontras Oberhaupt, Thomas Eckhardt, erklärt.

Diese Zeit werde nämlich dringend benötigt, um das gemeinsame Ziel, die ärztliche Versorgung, mit dem interkommunalen Gesundheitszentrum in Sontra und den Satellitenpraxen in den beteiligten Kommunen weiter aufzubauen. Denn im vergangenen Jahr sei es coronabedingt auch schwierig gewesen, Projekte weiterzuverfolgen. Langfristig wollen die Bürgermeister nämlich in ihren Kommunen Hausärzte begrüßen, die sich in der Region niederlassen.

(Von Hanna Maiterth)

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