15 000 Kilometer zur Kita

Dank 21 Unternehmen und Organisationen hat Meinhard einen neuen Gemeindebus

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Gestürmt: Die Kinder der Kita Villa Kunterbunt nahmen den neuen Bus gleich in Beschlag. Stephanie Flügel und Michael Bau von der Gemeindeverwaltung Meinhard fahren die Kinder zur Kita und wieder nach Hause. Fotos: Rissmann

Grebendorf. In finanziell schwierigen Zeiten muss man zusammenhalten - das haben nun 21 Unternehmen und Organisationen aus Meinhard, Eschwege und Bad Sooden-Allendorf wieder unter Beweis gestellt: Insgesamt 25 000 Euro spendeten sie, damit die Gemeinde Meinhard weiterhin einen kostenlosen Bustransfer für die Kita-Kinder bereitstellen kann.

Einige der Sponsoren ließen sich die Busübergabe nicht entgehen. Bürgermeister Gerhold Brill (Dritter von rechts) bedankte sich für das große Engagement.

Der alte Bus war in die Jahre gekommen. „Ohne die finanzielle Unterstützung der Sponsoren hätten wir irgendwie die Reparaturen stemmen oder das Angebot sogar einstellen müssen“, erklärte Bürgermeister Gerhold Brill. Einen neuen Bus jedenfalls hätte sich die Gemeinde in diesen angespannten Haushaltszeiten nicht leisten können. Damit wäre eine lange Tradition zu Ende gewesen, denn den kostenlosen Bustransfer dcaus den Ortsteilen Neuerode, Hitzelrode, Jestädt und Motzenrode zu den Kitas nach Grebendorf, Frieda und ab und an auch Schwebda gibt es bereits seit den 1970er-Jahren. Damals wurden die sieben Orte zur Gemeinde Meinhard zusammengeschlossen, aber nicht in jedem Ortsteil lohnte sich eine eigene Kita - der Kitabus war erfunden.

„Und der wird sehr gut genutzt“, berichtet Michael Bau. Er ist Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung und fährt die Kinder zur Kita und wieder nach Hause. Jeden morgen um kurz nach sieben geht seine Tour in Jestädt los, mittags um 12 Uhr holt er die Kinder dann wieder ab - insgesamt 15 000 Kilometer im Jahr ist der Bus im Einsatz für die Kita-Kinder. „Es ist uns sehr wichtig als Gemeinde den Kontakt zu den Einrichtungen und Eltern zu halten, deshalb macht das einer unserer Mitarbeiter“, sagt Brill.

Und wenn Bau Urlaub hat, bleibt der Bus nicht stehen, dann übernimmt Brills Sekretärin Stephanie Flügel das Steuer. Nicht nur die Kita-Kinder profitieren von dem Bus, denn die Gemeinde stellt ihn auch den Vereinen für Ausfahrten am Wochenende zur Verfügung, die ebenfalls nochmal rund 7000 Kilometer im Jahr damit unterwegs sind. „Damit wollen wir vor allem, die Jugendarbeit der Vereine unterstützen“, sagt Brill. Er bedankte sich bei allen Sponsoren mit einer Urkunde für dieses „gar nicht selbstverständliche Engagement“.

Von Diana Rissmann

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