Alle drei Einrichtungen sind im Sommer jeweils drei Wochen zu

Ärger über Ferienbetreuung der Meinharder Kitas

Neuerode. Die Gemeinde Meinhard hat für die drei Kindergärten eine neue Regelung für die Sommerferienbetreuung gefunden. Dies stößt nicht bei allen Eltern auf Gegenliebe.

„Das war keine schöne Weihnachtspost“, sagt Natascha Wiegand aus Neuerode. Gemeint ist der Elternbrief der Gemeindeverwaltung an die Eltern der Kindergartenkinder der Gemeinde Meinhard. Darin wird mitgeteilt, dass in den Sommerferien die drei Kindergärten der Gemeinde in Frieda, Schwebda und Grebendorf abwechselnd jeweils für drei Wochen geschlossen sind. Es gebe zwar für berufstätige Eltern die Möglichkeit, Kinder über drei Jahren in dieser Zeit in eine der beiden anderen Einrichtungen zu bringen, doch davon ist Wiegand nicht überzeugt: „Es ist einfach nicht schön, wenn ich meine dann vierjährige Tochter für drei Wochen in eine ihr unbekannte Einrichtung geben muss.“

Zudem kommt noch ein weiteres Problem auf die zweifache Mutter zu, denn diese Regelung gilt nicht für ihren heute elf Monate alten Sohn Tilmann, der ab März ebenfalls die Kita Villa Kunterbunt in Grebendorf besuchen wird. „Die Fachaufsicht des Werra-Meißner-Kreises rät davon ab, die U-3-Kinder in einer fremden Einrichtung unterzubringen“, erklärt Stephanie Flügel von der Gemeindeverwaltung Meinhard die Regelung.

Die Veränderung der Betreuungszeiten in den Sommerferien sei in Absprache mit den Erzieherinnen der Kindergärten geplant worden. „So haben die Mitarbeiter aller drei Einrichtungen die Möglichkeit, ihren Sommerurlaub zu planen“, sagt Flügel. Bisher hat es in den Sommerferien immer nur eine Notgruppe in Grebendorf gegeben, die als einzige Einrichtung durchgehend geöffnet war. „Dort wurden dann die Kinder aus anderen Kindergärten mitbetreut und auch die U-3-Kinder aus Grebendorf konnten dort weiter betreut werden“, sagt Flügel.

Für die U-3-Kinder der anderen Kindergärten habe es noch nie eine Ferienbetreuung gegeben. Für Wiegand ist es unverständlich, dass die Eltern in diese Entscheidung nicht mit einbezogen wurden. „Wir wurden einfach vor vollendete Tatsachen gestellt“, sagt sie. Für sie würde die Regelung zudem keinen Sinn machen, da sie für ihren Sohn eine andere Betreuungsmöglichkeit finden müsse. Drei Wochen im Sommer, zwei über Weihnachten und verteilt über das Jahr zwei bis drei verlängerte Wochenenden, an denen die Erzieher an Fortbildungen teilnehmen, sei die Einrichtung geschlossen. Dies sei einfach zu viel für berufstätige Eltern. „Zudem ist es schwierig, in den Sommerferien überhaupt Urlaub zu bekommen, denn da wollen ja alle Eltern Urlaub machen“, sagt die zweifache Mutter. Da könne man dann froh sein, wenn man auf Großeltern oder andere Verwandte zurückgreifen könne. „Aber diese Möglichkeit haben ja nicht alle Eltern“, sagt sie.

Neue Sommerferienregelung

• Der Kindergarten Sonnenschein in Frieda hat vom 18. Juli bis 7. August geschlossen, die Kinder können in dieser Zeit im Kindergarten Villa Kunterbunt in Grebendorf betreut werden.
• Der Kindergarten Löwenzahn in Schwebda ist vom 1. bis 19. August geschlossen, die Kinder können in dieser Zeit in den beiden anderen Einrichtungen in Frieda und Grebendorf mitbetreut werden.
• Der Kindergarten Villa Kunterbunt in Grebendorf ist vom 8. bis 28. August geschlossen, die Kinder können in dieser Zeit den Kindergarten Sonnenschein in Frieda besuchen.

Diese Reglungen gelten nur für Kinder über drei Jahren. Ausgeschlossen sind U-3-Kinder sowie Integrationskinder, da in diesen Fällen die Fachaufsicht des Werra-Meißner-Kreises von einer Betreuung in einer den Kindern fremden Einrichtung abrät.

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