Alles andere als langweilig: Veranstaltung "Meinhard lacht!" kommt beim Publikum gut an

Das Tolle an Comedy: neue Leute und Orte kennenlernen. (Von links) Der Storb, Benni Stark, Jacqueline Feldmann und Marvin Osterhof machten am Samstag genau das in Grebendorf. Foto: Esther Junghans

Die Veranstaltung "Meinhard lacht!" lockte Comedy-Fans am Freitagabend nach Grebendorf. 

„Alle behaupten immer gern: Die Region ist langweilig! Mit der Veranstaltung möchte ich Kritikern zeigen, dass unsere Region alles andere als langweilig ist“, sagt Lars Kotte, Organisator der Veranstaltung „Meinhard lacht!“.

Im vergangenen Jahr hat Lars Kotte bereits die Eschweger Comedynacht organisiert. „Da das E-Werk aber für den Sommer ausgebucht war, mussten wir nach Grebendorf ausweichen – daher trägt die Veranstaltung einen neuen Namen“, erklärt Kotte, der die Künstler ausgewählt und gebucht sowie sich um alle Notwendigkeiten der Veranstaltung gekümmert hat. „Benni Stark und Marvin Osterhof kenne ich persönlich; wir haben nach weiteren Comedians geschaut und Jacqueline Feldmann und den Storb gefunden.“

Aufgebaut wurde die Veranstaltung um Benni Stark, der als Moderator durch den Abend führte. Die Auswahl der Comedians kam beim Publikum an: „Ich hatte Spaß und habe viel gelacht – da sollten auch andere hellhörig werden. Schade ist es, dass die Veranstaltung nicht gut angenommen wurde“, sagt Zuschauer Vincent Heine.

Mit Benni Stark in der Herrenabteilung

Der 34-Jährige kommt aus Kiel und hat Ende 2014 mit der Comedy begonnen. Damals arbeitete er als Verkäufer in der Herrenabteilung in einem Bekleidungsgeschäft und bemerkte dort, wie viel Lachpotenzial dieser Ort liefert. „Obwohl es die Herrenabteilung ist, war es immer so, dass die Frauen das Sagen hatten“, sagt Stark. Sein Programm heißt passenderweise „Kleider lachen Leute“, in welchem er über solch alltägliche Situationen spricht.

Jacqueline Feldmann war auf Lebenszeit verbeamtet

Seit 2016 widmet sich Feldmann der Comedy hauptberuflich, vorher war sie beim Finanzamt tätig. „Ich war sogar schon auf Lebenszeit verbeamtet, habe aber gemerkt, dass ich mich lieber der Comedy widmen möchte, und meinen Job gekündigt“, sagt die 25-Jährige. Ihr Programm heißt „Plötzlich Zukunft! Konnt’ ja keiner wissen“. Sie befasst sich mit der „Generation Selbstfindung“ und macht sich gerne über ihren eigenen Vornamen lustig, der bei manchen eher „Assiziationen“ als Assoziationen hervorrufen würde, so Feldmann.

Marvin Osterhof ist der Newcomer in der Szene

Osterhof ist ein Newcomer in der Szene, denn er hat sich erst 2018 für Comedy entschieden. Momentan arbeitet er noch an einem Programm, davon gab er am Freitagabend eine kurze Darbietung. „Ich komme aus Hamburg und freue mich, heute hier zu sein. Das ist eben das Tolle an der Comedy, man kommt rum und lernt coole neue Leute kennen“, sagt Osterhof.

Der Storb RTL-Comedy- Grand-Prix

Storb ist Radiomoderator und sein Programm heißt „Radioaktiv“. Vor zwei Jahren gewann er den RTL-Comedy- Grand-Prix. „Beim Radio sieht man sein Publikum nicht, daher habe ich die direkte Resonanz gesucht“, sagt Storb. In seinem Programm führt er die Zuschauer auf humorvolle Art hinter die Kulissen des Mediums Radio. Er greift aber auch alltägliche Probleme und Zustände auf. „Comedy macht Spaß, wenn alle Spaß haben“, sagt Storb.

Von Esther Junghans

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare