Vernissage am Wasser

Ausstellung „Kunst am See“ des Vereins Seelenhaus ist am Sonntag noch zu sehen 

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Kunst am See für alle Generationen: Nausika freut sich, einmal ein Schmetterling sein zu können.

Grebendorf – Eine Vernissage am Anglersee ist nicht gerade gewöhnlich und lässt auf Besonderes schließen. Also keine Kunst, die in geschlossenen Räumen manierlich an Wänden hängt oder auf Podesten steht – stattdessen steht die Natur im Vordergrund.

Sie dient als Inspirationsquelle für die zahlreichen Kunstschaffenden, die sich diese Landschaft und Tierwelt am See zum Thema ihrer Kunstprojekte erwählt haben. Neben den Kunstwerken, die bereits vor zwei Wochen entstanden sind (wir berichteten), sind viele neue entstanden und bereichern die Ausstellungslandschaft.

Auf der kleinen Bühne mit Blick auf den See stellten die beiden Organisatorinnen der Ausstellung, Chantal Wiechern und Katharina Fabricius, den fast hundert Gästen am Donnerstagabend das temporäre Kunstprojekt vor. Wiechern wünscht sich: „Die Besucher sollen sich inspirieren lassen und selbst ins künstlerische Tun kommen.“ Fabricius blickt zurück auf die vergangenen Wochen: „Es war spannend zu sehen: Was entsteht aus dem Nichts heraus, allein durch schöpferische Kraft? Ich habe Menschen beobachtet, die ihren Zugang zur Seele wieder gefunden haben – durch Kunst.“ Kunst könne also heilsam sein. „Deswegen ist es unglaublich wichtig, dass Projekte wie dieses stattfinden.“

„Habt ihr den Ruf der Kunst oder der Natur vernommen?

Als Nächstes kam Jochen Grüning auf die Bühne. Er fragte in seinem Gedicht „Kunst am See“ das Publikum: „Habt ihr den Ruf der Kunst oder der Natur vernommen?“ Mit kleinen Lämpchen beglückte er die Zuhörer und zauberte damit eine gemütliche Atmosphäre trotz trüben Regenwetters.

Die beiden Komödianten Lutz und Seppel heizten die gute Stimmung unter den Kunstschauenden immer wieder an. Hatten sie zunächst die Gäste in Butlermanier fröhlich mit Getränken begrüßt, so zeigten sie auf der Bühne ihr musikalisches und vor allem komödiantisches Können. Der Grebendörfer Lutz Jahr spielte Leier und Maultrommel, zusammen mit seinem Freund Seppel aus Neuburg an der Donau am Akkordeon. Ihre fröhlich gereimten Lieder boten sie schauspielerisch professionell zu aller Belustigung dar.

Tanja Burtchen, die sich auch an der Seelenhaus- Kunstaktion am See beteiligt, bezeichnet dieses besondere Projekt als „sehr zauberhaft“. Sie freut sich auf das Wochenende. „Alle sind dazu eingeladen, zur Ausstellung und zum Open Stage zu kommen. Alle dürfen etwas beitragen. Außerdem sind einige Überraschungen geplant.“

Service

Service:Die Ausstellung „Kunst am See“ ist noch bis zum heutigen  Sonntag, 6. September, von 11 Uhr bis 22 Uhr zu sehen und zu erleben. Am heutigen Samstag, den 5. September, findet außerdem von 13 Uhr bis 18 Uhr ein Künstlermarkt statt. Weitere Infos unter seelenhaus-eschwege.de

Von Ellen Schubert 

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