Bayernfront Frieda: Jubiläumserlös fließt an Elternhaus für das krebskranke Kind

Geldübergabe: Bei der jüngsten Vorstandssitzung überreichte der Vorsitzende der Bayernfront Frieda, Matthias Schott, den Scheck über 1993 Euro an Helmut Först. Foto:  Harald Triller

Grebendorf. Sie sind nicht nur leidenschaftliche Anhänger des deutschen Fußball-Rekordmeisters, nein, die Mitglieder der Bayernfront Frieda beweisen immer wieder, dass ihre Herzen am rechten Fleck sitzen. Jüngstes Beispiel: Der Erlös, der beim Jubiläumswochenende anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Fanclubs erzielt wurde, ist einmal mehr an das Göttinger Elternhaus für das krebskranke Kind geflossen.

Der heimische Botschafter der segensreichen Einrichtung, Helmut Först aus Weidenhausen, konnte während der jüngsten Vorstandssitzung einen überdimensional großen Scheck mit einer Summe von 1993 Euro aus den Händen des Vorsitzenden Matthias Schott entgegennehmen. Schott, der seit der Gründung des Fanclubs als erster Vorsitzender fungiert, erklärte die Zusammensetzung der Summe: „Der Erlös beläuft sich auf 1272,57 Euro. Unser Gedanke war, die Spende auf 1500 Euro zu erhöhen, aber wir haben noch tiefer in die Vereinskasse gegriffen und den Betrag auf 1993 Euro erhöht. 1993, da war doch was, ja, natürlich, das ist unser Gründungsjahr“, schmunzelte Schott.

Spendenschweine gestohlen

Nicht zum Schmunzeln war die Tatsache, dass zwei der vier Spendenschweine, die im Thekenbereich des Festzeltes standen, gestohlen worden sind: „Vor dem Hintergrund, dass wir krebskranken Kindern hilfreich zur Seite stehen und in all den Jahren die Spendensumme auf mittlerweile 35 000 Euro angewachsen ist, eine ganz große Sauerei“, so Schott wütend.

Viel Lob adressierte er an den FC Bayern, der ein Trikot mit den Unterschriften von allen Spielern zur Verfügung stellte, das bei der Versteigerung 370 Euro einbrachte. „Zudem erreichte uns am Jubiläumssamstag eine Videobotschaft vom FCB-Fanbeauftragten Raimond Aumann, der uns dankbar gratulierte“, weiß der Vorsitzende aber auch die Unterstützung von zahlreichen Sponsoren sowie den Vereinen aus Frieda zu loben, die mit wertvollen Preisen die Tombola bestückten. Auch die Kapelle, der Lederhosenexpress aus Sontra, spielte eine Stunde kostenlos.

Gewachsenes Vertrauen

„Wir können festhalten, dass das Vertrauen zur Bayernfront gewachsen ist, die Spender wissen, dass unsere erzielten Erlöse zu 100 Prozent für das Elternhaus bestimmt sind. Selbst Fans von anderen Bundesligavereinen wissen das zu schätzen und spenden für die gute Sache. Und wir wollen von dem Glück, das wir haben, ein wenig an die Kinder zurückgeben, mit denen es das Schicksal nicht so gut meint“, so Schott.

Helmut Först, der nette Worte des Dankes fand, machte deutlich, dass Jahr für Jahr die Aufgabenbereiche auf größere Säulen gestellt werden und nach wie vor viele Löcher gestopft werden müssen: „Die Finanzierung des Hauses basiert zu 40 Prozent auf Spenden, weitere 40 Prozent werden von den Übernachtungszahlen seitens der Gesundheitskassen und 20 Prozent von der Stiftung abgedeckt“, beleuchtete Först neben den Einzelberatungen, den Aktivitäten für die kranken Kinder und deren Geschwister nun auch die psychosoziale Betreuung, die das deutlich verbesserte Hilfsangebot unterstreicht.

Die nächste Spende der Bayernfront lässt übrigens nicht lange auf sich warten: Bei der Jahreshauptversammlung im Januar wird das Geld für die Bayerntore übergeben. Bei jedem Treffer des Rekordmeisters spenden die Mitglieder 50 Cent.

Von Harald Triller

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