Verarbeitung hat begonnen 

Braugerste leidet nicht unter derzeitigem Wetter

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Direkt aus der Region: Das Braugerstefeld an der Eschweger Skateranlage wird von einem Mähdrescher abgeerntet.

Eschwege. Die anhaltende Trockenheit plagt derzeit viele Landwirte und Hobbygärtner und beschert Einbußen bei der Ernte. Das gilt allerdings nicht für die Braugerste der Eschweger Klosterbrauerei.

Die Landwirte Christian Menthe und Reinhard Strauß bekräftigen zufrieden: „Die Braugerste hat die ideale Qualität für gutes Bier.“

Die Ernte begann aufgrund des guten Wetters und der dadurch bedingten frühen Reife der Gerste bereits  vergangene Woche. Mit einem Mähdrescher und mehreren Traktoren inklusive Anhängern wurde die Braugerste abgeerntet und direkt zur Erfassungsstelle gebracht. Dort wird sie zunächst gereinigt und in Silos gekühlt gelagert. Von dort aus gelangt die Braugerste dann zur Mälzerei und wird zu Malz – einem für Bier sehr wichtigen Rohstoff – verarbeitet.

Abschließend wird in dieser Woche das Feld, auf dem sich auch der Braugerste-Lehrpfad am Radweg zwischen Jestädt und Grebendorf befindet, gedroschen. Die Ernte bei den anderen Braugersteanbauern im Werra-Meißner Kreis erfolgt ebenfalls aktuell. Insgesamt bauen 17 Landwirte Braugerste für die Eschweger Klosterbrauerei an.

Auch der in Deutschland derzeit weit verbreitete Mangel an Leergut ist in der Kreisstadt kein Thema. Die anhaltende Hitze lässt die Brauereien derzeit auf Hochtouren produzieren und die Vorräte an leeren Bierflaschen sowie Getränkekisten schrumpfen. In der Produktionsstätte des Eschweger Bieres an der Niederhoner Straße ist davon allerdings genug vorhanden. „Täglich fahren unsere eigenen Lkw raus und beliefern die Kunden, bringen Leergut aber auch umgehend mit zurück“, erklärt Tanja Beck von der Eschweger Klosterbrauerei. Das regionale Arbeiten der Brauerei verlange wenige Zwischenschritte. So ergäben sich kurze Versorgungswege und eine schnelle Warenversorgung. 

Von Gina Eberhardt

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