Hans Giller verabschiedet sich nach zwölf Jahren als Verwaltungschef von Meinhard

Bürgermeister alter Schule

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Haben gut zusammengearbeitet: Meinhards Bürgermeister Hans Giller verabschiedet sich von den Wehrführern, Vorsitzenden und Jugendwarten der Meinharder Feuerwehr, vor deren Arbeit er „seinen Hut ganz tief zieht“.

Schwebda. Der Terminkalender wird für Hans Giller im Ruhestand nicht leerer. Nur die Anlässe verschieben sich. Häufig wird er nach Hamburg fahren müssen. Nicht nur um die Enkelkinder zu besuchen, sondern auch um alle Gutscheine einzulösen, die er am Donnerstagabend geschenkt bekam.

Essengehen, Theaterbesuche und und und. Zeit hätte er jetzt, denn am 31. Mai endet seine Zeit als Bürgermeister von Meinhard.

Im Beisein von rund 200 Gästen nutzte Giller seine letzte Gemeindevertretersitzung, um sich von politischen Wegbegleitern, Vereinen und Institutionen zu verabschieden. Für die vielen Menschen, die sich mit Grußworten von Hans Giller verabschieden wollten, wurde die Sitzung unterbrochen.

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung Harald Schädler versuchte das Geheimnis seines Erfolgs zu entschlüsseln. Seine erste Laufbahn als Sonderschullehrer und sein soziales Engagement hätten ihm dabei geholfen, seine Arbeit als Bürgermeister vorbildlich auszuführen. „Hans Giller ist immer Mensch geblieben“, sagte Schädler, der glaubt, dass Giller seinen Job als Berufung ansah. Als „Bürgermeister der alten Schule“ bezeichnete ihn Landrat Stefan Reuß. Giller sei ein Bürgermeister zum Anfassen gewesen, einer der Bürgernähe zeigte und Präsenz vor Ort bewies.

Hans Giller nach zwölf Jahren als Verwaltungschef von Meinhard verabschiedet

Auf seine Fahnen kann sich Hans Giller die Erneuerung der Kanalisation in Meinhard schreiben und die stete Verbesserung der Kindergärten. Die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Gewerbegebiete, besonders der Schindersgasse in Grebendorf, und die Entwicklung des Ostufers des Werratalsees bei Schwebda lagen ihm am Herzen. An der Schindersgasse sind nur noch zwei Grundstücke nicht verkauft. „Für beide gibt es aber Interessenten“, sagte Giller in seinem letzten Gemeindevorstandsbericht. In der Statistik der Übernachtungszahlen hat sich Meinhard in den vergangenen Jahren kreisweit von Platz 14 auf Platz sechs vorgearbeitet. Mit Schloss Wolfsbrunnen und dem Integrationshotel Kochsberg stehen hier große Häuser zur Verfügung. „Wenn wir Gäste unterbringen wollen, denken wir immer sofort an Meinhard“, sagte Landrat Reuß.

Giller selbst nutzte den Abend, um sich zu verabschieden und danke zu sagen. Er erinnerte sich an die konstruktive Zusammenarbeit mit Gemeindevertretung und Gemeindevorstand, mit den Vereinen und besonders mit der Feuerwehr, mit der er viele Stunden verbrachte. „Aber das war mir wichtig, weil ich den Hut vor der Arbeit der Feuerwehr ganz tief ziehe“, sagte Giller. Die Verwaltung habe in der Vergangenheit mit der Umstellung von der Kameralistik auf die Doppik hervorragendes geleistet. „Besonders stolz bin ich aber darauf, dass mir in den letzten zwölf Jahren meine Familie und Freunde nicht verloren gegangen sind.“

Von Tobias Stück

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