Bürgermeister besiegeln Freundschaft ihrer Gemeinden bei Bier und Bratwurst

Handschlag drauf: Nach der feierlichen Unterzeichnung des Freundschaftsvertrages reichten sich Arsenio Santiago Ortmann und Gerhold Brill die Hände. Foto: Eden Sophie Rimbach

Grebendorf – Das argentinische Valle Maria und die Gemeinde Meinhard haben ihre Freundschaft offiziell gemacht. Die beiden Bürgermeister unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung. 

Die Flaggen Argentiniens und Deutschlands schmücken den festlich gestalteten Schlosshof in Grebendorf, auf dem Bürgermeister Arsenio Santiago Ortmann aus Valle Maria und Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill die Freundschaftsvereinbarung der beiden Gemeinden am Mittwoch unterzeichnen.

     Nachdem Brill im März vergangenen Jahres telefonisch die Anfrage nach einer Freundschaft der beiden Gemeinden erreicht hatte und nach Kontakt zu der Gemeinde Hosenfeld, die 2017 eine Freundschaft mit einer Gemeinde in Argentinien einging, wurde das neue Freundschaftsband jetzt besiegelt. Zuvor hatte die Meinharder Gemeindevertretung ihr Einverständnis gegeben.

Brill begrüßte besonders den argentinischen Generalkonsul Esteban Andrés Morelli, Bürgermeister Arsenio Santiago Ortmann, die Beigeordneten Luis Rome und Lisandro Kranewitter, die aus Frieda stammenden Dolmetscherinnen Jesica und Verónica Aliendro.

Er stellte Valle Maria als eine Gemeinde vor, die rund 4000 Einwohner hat und eine lange deutsche Tradition pflege. Ortmann ging auf die Geschichte der Wolgadeutschen ein, die vor etwa 150 Jahren nach Argentinien kamen. Sein Dank galt vor allem Morelli und Rome, bevor er Brill ein Buch mit deutschen Witzen und Geschichten überreichte und sich für den vorherigen Abend bedankte, an dem es die Delegation nach einem Empfang auf Schloss Wolfsbrunnen zum Anger in Grebendorf geführt hatte. „Es war offen und herzlich und ich glaube, der Grundstein für die Freundschaft wird nicht heute mit der Unterzeichnung gelegt, sondern gestern bei Bier und Bratwurst auf dem Anger“, erklärte Brill.

Die Freundschaftsvereinbarung enthält drei wesentliche Punkte: Die Absicht beider Gemeinden, Beziehung aufzubauen und zu fördern, die gemeinsame Organisation von Veranstaltungen und Begegnungen, insbesondere in den Bereichen Kultur und Bildung, Tourismus, Wirtschaft und Produktion sowie bei Umwelt und Klimawandel, und die Förderung des Schüler- und Jugendaustauschs durch das Angebot an Schulen und das Working-Holiday-Programm.

Meinhards Bürgermeister Brill betonte nocheinmal, dass durch die Freundschaftsvereinbarung für beide Gemeinden keine finanziellen Verpflichtungen entstehen.  esr

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