Probleme bei Beförderung nach Fahrplanumstellung in Grebendorf

Busse zu voll: Schüler nicht mitgenommen

Die Schüler sind noch da, der Bus ist weg: (von links) Tom, Hanna, die Zwillinge Jan und Nils sowie Leonie aus Grebendorf sind schon mehrmals an der Haltestelle Grebendorf-Mitte stehen gelassen worden, weil der Schulbus nach Eschwege überfüllt war. Foto:  Wüstefeld

Grebendorf/Eschwege. Schüler aus Grebendorf sind seit der Fahrplanänderung des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) Mitte Dezember mehrmals vom Busfahrer stehen gelassen worden, weil das Fahrzeug zu voll war.

Während vor der Umstellung zwei Busse die Brüder-Grimm-Schule und die Anne-Frank-Schule in Eschwege angefahren haben, fährt jetzt nur noch ein Gelenkbus.

Der kommt aus Wanfried und sammelt auf dem Weg nach Eschwege die Schüler aus Frieda, Schwebda und Grebendorf ein. „Wenn der um 7.15 Uhr an der Haltestelle Grebendorf Mitte ankommt, ist der schon rappelvoll“, beschweren sich Ute und Ralf Wolf, deren elfjähriger Sohn Tom die Grimm-Schule besucht. Erst vor zwei Tagen musste Tom wieder mit dem Auto zur Schule gefahren werden, weil der Busfahrer keinen Schüler mehr reinlassen konnte.

Fast täglich hatten sich die Wolfs deswegen beim NVV beschwert, bislang ohne Erfolg. Vielmehr verwies man sie, wie auch andere verärgerte Eltern, darauf, dass die Kinder einen Bus früher nehmen könnten. Der startet schon um 6.49 Uhr. Das bringt jedoch zwei Probleme mit sich: Zum einen fährt der frühe Bus nicht die Schulen an, sondern hält am Stadtbahnhof. Zum anderen gibt es an den Schulen zu diesem Zeitpunkt noch keine Betreuung. „Das Gebäude ist zwar offen, aber es ist noch niemand da“, heißt es etwa an der Anne-Frank-Schule.

Horst Pipper, Geschäftsführer der Nahverkehrs-Gesellschaft Werra-Meißner, gibt das Kapazitätsproblem auf Anfrage unserer Zeitung ohne Umschweife zu, aber: „Als wir das vermeintliche Problem in Grebendorf beobachtet haben, hat plötzlich jeder in den Bus reingepasst.“ Dennoch sind er und seine Kollegen derzeit dabei, den Fahrplan zu überarbeiten, damit ab dem 25. Januar ein weiterer Bus die Haltestellen in Grebendorf anfahren kann.

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