Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ruft zur Rettung der kranken Kastanien auf

16 Container für die Motte

An der Europa-Akademie Kochsberg gehen (v. li.) Bernd Eberhardt, Niels Jammer, Lothar Quanz, Ernst Ludwig Steiß, Gustav Prüßner, Matthias Wenderoth und Dietmar Herold mit gutem Beispiel voran und fegen das Kastanienlaub zusammen. Foto: Mayer

Grebendorf. Zum vierten Mal ruft die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) zur Rettung der Kastanie auf. Deren Laub wird von einer Motte (unter-)miniert, die deshalb Miniermotte heißt. Sie pflanzt sich in vier Generationen pro Jahr fort. Unterbrochen werden kann diese Kette, wenn das Herbstlaub entsorgt und der Frühjahrsbefall damit verhindert wird. Letzterem steuert die SDW mit dem Verteilen von Nistkästen entgegen, denn Meisen fressen besagte Motten und deren Larven, erläutert Ernst Ludwig Steiß von der SDW.

Während sich am Bau der Nistkästen schon verschiedene Institutionen vom Jugendwaldheim bis zu den Werraland-Werkstätten beteiligen, „können wir paar Leute keine 1000 Kastanien retten“, sagt Lothar Quanz, SDW-Vorsitzender im Werra-Meißner-Kreis. Er appelliert an Einzelpersonen, Kindergärten, Schulen und Vereine, sich an der Rettung der Kastanie zu beteiligen, beispielsweise durch Patenschaften. Mit Kosten ist die Laubaktion nicht verbunden, SDW und Abfallzweckverband übernehmen das, namentlich die Aufstellung von 16 Containern, wohin das Kastanienlaub gebracht werden kann. Die Standorte: Bad Sooden-Allendorf (JUZ Huhngraben), Eschwege (Fritz-Neuenroth-Weg), Niederhone (Sportplatz), Großalmerode (Bauhof), Hessisch Lichtenau (Bauhof), Reichenbach (An der Kirche), Grebendorf (Bauhof), Abterode (Festplatz), Hebenshausen (Bauhof), Röhrda (Festplatz), Sontra (Bauhof), Reichensachsen (Bauhof), Weißenborn (Turnhalle), Witzenhausen (Bauhof), Wanfried (Kalden, Völkershäuser Str. 1), Waldkappel (Bauhof). (hm)

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