„Das Wohl der Menschen im Fokus“

Werraland Lebenswelten: Dr. Martin Arnold und Gerd Hoßbach verabschiedet

Der kommissarische Verwaltungsratsvorsitzende Stefan Reuß (links) mit dem alten und neuen Werraland-Vorstand Gerd Hoßbach (Mitte) und Georg Forchmann.
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Der kommissarische Verwaltungsratsvorsitzende Stefan Reuß (links) mit dem alten und neuen Werraland-Vorstand Gerd Hoßbach (Mitte) und Georg Forchmann.

Das höchste Aufsichtsgremium der Werraland Lebenswelten hat jetzt den ehemaligen Verwaltungsratsvorsitzende Dr. Martin Arnold und den langjährige Vorstandsvorsitzende Gerd Hoßbach verabschiedet.

Grebendorf – Der kommissarische Verwaltungsratsvorsitzende Stefan Reuß dankte beiden für ihr großes Engagement. „Sie haben sich über viele Jahre für die Menschen eingesetzt, die uns anvertraut sind. Menschen, die nicht alle auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, sagte Reuß.

Dr. Martin Arnold

Der ehemalige Dekan Dr. Martin Arnold stand bis Ende des vergangenen Jahres viereinhalb Jahre an der Spitze des Verwaltungsrates. „Sie haben unsere Verwaltungsratssitzungen immer mit guten und wichtigen Gedanken begonnen, die uns alle zum Nachdenken angeregt haben, wie wir Werraland in Zukunft aufstellen wollen und welche Stellschrauben wir drehen müssen, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Menschen mit Beeinträchtigungen noch weiter zu verbessern“, lobte Stefan Reuß die Arbeit Martin Arnolds als Verwaltungsratsvorsitzender.

Landrat Stefan Reuß, Dr. Martin Arnold und Georg Forchmann

Gerd Hoßbach

Mit dem Abschied von Gerd Hoßbach Ende März endete bei Werraland eine Ära. Zwei Jahrzehnte stand der 65-Jährige an der Spitze des Unternehmens. „Mit Ihnen begann die Zeit des Wachstums. Dass Werraland heute eine so große Vielfalt bietet, ist unweigerlich mit Ihrem Namen verbunden“, sagte Reuß, der als Verwaltungsratsmitglied selbst 14 Jahre eng mit dem Vorstandsvorsitzenden Hoßbach zusammenarbeitete.

Hoßbach habe Werraland zu einem wichtigen wirtschaftlichem Faktor und großen Arbeitgeber im Werra-Meißner-Kreis entwickelt, der nicht mehr wegzudenken sei. „Sie haben bei Ihren Projekten und Innovationen immer den Inklusionsgedanken in den Vordergrund gestellt und so beispielsweise vielen Menschen mit Beeinträchtigungen Arbeitsplätze in heimischen Unternehmen ermöglicht“, sagte Reuß.

Hoßbachs Dank ging vor allem an drei Personen: Seinen Vorgänger Lothar Emmerich, den er als Pionier in Sachen Werkstatt-Entwicklung für Menschen mit Beeinträchtigungen bezeichnete, Jochen Gerlach, der über viele Jahre Schatzmeister des Vereins Werraland war, und Hanna Hossbach, die als langjährige Verwaltungsratsvorsitzende eng und kollegial mit ihm zusammenarbeitete.

Drei Ehemalige: Ex-Verwaltungsratsvorsitzende Hanna Hossbach, Ex-Schatzmeister Jochen Gerlach und Ex-Geschäftsführer Gerd Hoßbach

„Wir hatten damals, als ich die Geschäfte bei Werraland übernahm, eine hervorragende finanzielle Basis, um neue Projekte anzuschieben. Gott sei Dank haben viele davon sehr gut funktioniert, einige leider aber auch nicht“, so Gerd Hoßbach rückblickend. Für ihn sei, nach mehreren Jahren beruflichen Wirkens in Süddeutschland, mit der Übernahme der Geschäftsführung bei Werraland ein Traum in Erfüllung gegangen. „Solch ein Sozialunternehmen wie Werraland führen zu dürfen – und das in meiner Heimatstadt – war über all die Jahre etwas ganz besonderes für mich“, so der ehemalige Vorstandsvorsitzende.

Nachfolger

Seinem Nachfolger Georg Forchmann, der seit Oktober die Geschäfte führt, wünschte Hoßbach während der Feier am Montagabend im Hotel und Panorama-Restaurant Kochsberg alles Gute. Forchmann lobte die Schaffenskraft seines Vorgängers: „Sie haben einen unglaublichen Spirit in das Unternehmen gebracht, mit guten Konzepten den Namen Werraland weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht. Ich bin sehr dankbar, Ihr Werk fortsetzen zu dürfen.“

Dass er dies erfolgreich tun wird, davon sind die Werraland-Verantwortlichen überzeugt. „Wir haben mit Herrn Forchmann eine sehr gute Wahl getroffen und sind glücklich, dass er sich für Werraland entschieden hat“, lenkte Stefan Reuß den Fokus am Ende des Abends auf das, was ist und das, was kommen wird.

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