Lebensrettendes Gerät ist wieder am Platz

Lions Club Eschwege-Werratal spendet Defi für den Meinhardsee

Grebendorf. Der Lions Club Eschwege Werratal hat dem Werra-Meißner-Camping am Meinhardsee zwischen Grebendorf und Jestädt einen Defibrillator (Defi) geschenkt. Die Erste Vizepräsidentin Martina Hoßbach und Sekretär Carsten Schiedrum übergaben jetzt das lebensrettende Gerät.

DIE VORGESCHICHTE 

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Im Meinhardsee starb vor fast zwei Wochen eine Frau beim Baden. In diesem Zusammenhang wurde bekannt, dass der Defibrillator, den es auf dem Campingplatz schon einmal gegeben hatte, wegen zu hoher Wartungskosten abgebaut wurde. Das hatte der Lions Club Eschwege Werratal in unserer Zeitung gelesen und wurde aktiv.

DER SPENDER

Der Lions Club Eschwege Werratal hat bereits mehrere Defibrillatoren finanziert. Das Gerät am Meinhardsee ist der sechste. Andere hängen in Eschwege in der Sparda-Bank, in der Schloss- und Löwen-Apotheke, bei Sport Ammann und am Stadtbahnhof. „Als wir den Bericht gelesen haben, wollten wir sofort reagieren“, sagt Martina Hoßbach.

DAS GERÄT 

An der Strandaufsicht am Meinhardsee gibt’s den neuen Defibrillator: (von links) Vizepräsidentin Martina Hoßbach übergibt das Gerät an Andreas Boxhammer (mitte) vom Rettungswachdienst. Mit dabei Campingplatz-Geschäftsführer Christoph Bergner, Carsten Schiedrum (Lions Club) und Bernd Hildmann (DLRG), der das Gerät besorgte. Foto: Stück

Den Defibrillator hat Bernd Hildmann von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) besorgt. Zunächst hängt ein Übergangsgerät am Meinhardsee. Der neue Defi Primedic der Firma Metrax hat drei Wochen Lieferzeit. Der Preis liegt bei rund 1500 Euro. Der Defi kontrolliert sich kontinuierlich selbst und zeigt an, wann er gewartet werden muss oder die Batterien getauscht werden müssen. Die Wartungskosten übernimmt jetzt Christoph Bergner, Geschäftsführer des Werra-Meißner-Campings.

DIE LAGE IM KREIS 

Im Werra-Meißner Kreis gibt es zurzeit 102 Defibrillatoren. „Noch zu wenig“, sagt Hildmann, Vorsitzender der DLRG in Hessisch Lichtenau. Mit acht Geräten in Hessisch Lichtenau ging es los. Der tragische Tod des Handballers Maximilian Lückert im Training hat zu einem Umdenken geführt. Mittlerweile sind alle Sporthallen im Kreis mit Defibrillatoren ausgestattet und haben sogar bereits Leben gerettet. „Alle drei Kilometer ein Defi muss unser Ziel sein“, sagt Hildmann.

Von Tobias Stück

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