Meinhards künftiger Bürgermeister Gerhold Brill will Konzept gegen Bevölkerungsschwund ausarbeiten

Der Demografie entgegnen

Große Freude am Wahlabend: Meinhards neuer Bürgermeister Gerhold Brill mit seiner Frau Ulrike, den Töchtern Sarah (links) und Alina (Zweite von links) sowie einigen Wahlhelfern. Foto: Wolfram Skupio

Grebendorf. Als allererstes will Gerhold Brill, wenn er Anfang Juni 2014 das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Meinhard im Rathaus in Grebendorf antritt, ein Konzept erstellen, wie man dem demografischen Wandel begegnen könnte. Das kündigte der 58-Jährige an, nachdem er am Sonntagabend mit 53,8 Prozent knapp die Stichwahl gewonnen hatte.

Gerhold Brill ist besonders im Raum Hessisch Lichtenau kein Unbekannter. Er wurde 1955 in Reichenbach und wuchs dort im elterlichen, landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb mit zwei älteren Brüdern auf.

1991 verlegte er mit seiner jungen Familie den Wohnsitz von Hessisch Lichtenau ins Elternhaus seiner Ehefrau Ulrike nach Meinhard-Jestädt. Brill ist Vater zweier Töchter im Alter von 20 und 27 Jahren.

Nach Ausbildung zum technischen Zeichner und Erlangen der Fachhochschulreife auf dem zweiten Bildungsweg qualifizierte er sich zum staatlich geprüften Maschinenbautechniker. In seiner zweijährigen Bundeswehrzeit bei den amphibischen Pionieren an der Weser brachte es Brill bis zum Leutnant der Reserve.

Insgesamt 15 Jahre war Brill beim Brunnenbauunternehmen Anger‘s und Söhne in Hessisch Lichtenau beschäftigt – zuletzt als Techniker in der Bauleitung mit bis zu sechs Bohrstellen. Seit 1987 arbeitet er bei der Brandkasse, der jetzigen Sparkassenversicherung, in Kassel im Bereich von Risikoservice und vorbeugenden Brandschutz.

Damit ist dann spätestens Ende Mai 2014 Schluss. Auch sein Amt als Ortsvorsteher von Jestädt, das der 58-Jährige in der dritten Wahlperiode seit 2001 inne hat, muss er bis dahin abgegeben haben.

42 Jahre SPD

Aufgegeben hatte Brill bereits im Juni seine Mitgliedschaft in der SPD, weil er als Parteiloser zur Direktwahl antreten und zeigen wollte, dass er als Bürgermeister frei von Parteipolitik agieren würde.

Der Partei gehörte er 42 Jahre an. Kommunalpolitisch war er in Meinhard seit 1996 für die SPD tätig, er war Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Jestädt und Chef des SPD-Ortsverbands Meinhard. In die Gemeindevertretung war er bei der Kommunalwahl 2011 mit dem zweitbesten Einzelergebnis eingezogen, nur Bürgermeister Hans Giller hatte mehr Stimmen. Den beerbt er nun im Amt. (sff)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare