„Die Tür bleibt weit offen“

Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill ist seit einer Woche im Amt

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Termine verpassen kann Gerhold Brill nicht: Alle Daten aus dem elektronischen Terminkalender der Gemeinde gehen direkt auf sein Smartphone, so ist er unterwegs immer aktuell über alle seine Verpflichtungen informiert. Foto: Rissmann

Grebendorf. Die ersten fünf Bürotage liegen hinter ihm und das Resümee ist eindeutig: „Es gab schon viel zu tun, aber es war richtig schön“, sagt Meinhards neuer Bürgermeister Gerhold Brill. Samstagabend hatte er den Schlüssel zum Rathaus von seinem Vorgänger Hans Giller bekommen, seit dem 1. Juni ist er nun offiziell im Dienst.

„Jetzt bin ich Bürgermeister“, beschreibt Brill das Gefühl, das er dabei hatte. Es sei eben kein normaler Bürojob von 8 bis 17 Uhr, sondern Bürgermeister sei man rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. Gleich am Sonntagnachmittag besichtigte er auch sein neues Büro im Rathaus in Grebendorf, um sich schon mal vertraut zu machen, bevor am Montag dann der erste offizielle Bürotag vor ihm lag. „Ein leicht mulmiges Gefühl hatte ich schon auf dem Weg ins Büro, war neugierig, wie ich aufgenommen werde“, sagt Brill. Seine Sorgen waren völlig überflüssig. „Alle haben mich sehr herzlich empfangen und unterstützen mich bei der Eingewöhnung“, sagt der neue Rathauschef. Die Chemie zwischen ihm und den Mitarbeitern stimme einfach.

Viel Zeit blieb ihm dazu nicht, den Montag hatte man ihm noch terminfrei gehalten, doch seit Dienstag ist er viel in der Gemeinde unterwegs. „Ich hatte in dieser Woche bestimmt an die 20 verschiedene Termine“, sagt Brill mit einem breiten Lächeln. Denn das bedeute für ihn keinen Stress, sondern viel Spaß. In den kommenden Monaten will er sich neben den normalen Pflichten eines Bürgermeisters auch noch überall in Ruhe vorstellen.

„Es gab schon viel zu tun, aber es war richtig schön.“

„Auf Zeiten nehme ich bei den Terminen in den ersten sechs Monaten keine Rücksicht, damit ich überall in Ruhe hingehen kann“, erklärt der 58-Jährige. Am Dienstag startet die große Vorstellungsrunde: Um sieben Uhr beim Bauhof, um 8.30 Uhr in der Kita Grebendorf, 9.30 Uhr in der Kita Schwebda und um 10 Uhr in der Kita Frieda, folgen am Nachmittag noch ein 80. Geburtstag und am Abend ein Netzwerktreffen zur Bildung. Ein langer, aber zufriedenstellender Tag für Brill. Seine allerschönste Pflicht in dieser Woche waren aber die Unterschriften auf den Wilkommensbriefen für die neun Neubürger der Gemeinde. Dem demografischen Wandel begegnen soll nämlich ein großer Schwerpunkt seiner Amtszeit werden. „Neue Mitbürger gewinnen ist bei mir Chefsache“, sagt er. Ebenfalls freute er sich über den Anruf vom Regierungspräsidium Kassel, dass der Haushaltsplan der Gemeinde akzeptiert wurde. Entspannt lehnt er sich an seinem Schreibtisch zurück, man merkt, dass es für ihn kein Beruf, sondern echte Berufung ist. Gerhold Brill ist angekommen. Und klar sei: Auch seine Bürotür stehe - wie bei seinem Vorgänger - für alle Meinharder stets offen.

Von Diana Rissmann

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