Ein musikalisches Feuerwerk

Eröffnungskonzert: Trompetencorps nutzt Akustik im Grebendorfer Schlosshof

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Solo für zwei: Eric Luckhardt und Lisa Thriene begeistern das Publikum mit ihrem Trompetenspiel zu „Amazing Grace“, bevor das gesamte Trompetencorps einsteigt.

Grebendorf – Es hat alles gepasst. Beim vierten Eröffnungskonzert nach dem Neustart ist das Trompetencorps 1980 Meinhard nicht nur wegen der Akustik auf den Schlosshof der Gemeindeverwaltung umgezogen, auch die räumlichen Möglichkeiten haben den rund 600 Besuchern viel mehr Platz geboten.

Dass dann auch noch die 18 Aktiven ein musikalisches Feuerwerk der Extraklasse abgebrannt haben, setzte dem dreieinhalbstündigen Konzert die Krone auf.

Wieder einmal hat die musikalische Leiterin Lisa Thriene ein äußerst abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Und selbst glänzte sie mit Soli, so bei „Amazing Grace“ oder „Vor der Kaserne“, wo einst die von Lale Andersen besungene Lili Marleen stand. Auch im Duett wusste sie mit den jungen Trompetern Eric Luckhardt und Adrian Schott sowie mit ihrem Papa Ralf zu gefallen, der ihre weichen Trompetenklänge mit harten Tubabässen untermalte.

Und dass ihre im Vorfeld angekündigte Angst vor Misstönen, die von der guten Akustik bestraft werden, unbegründet war, bescheinigte der langjährige Vorsitzende des TCM, Berthold Heuckeroth: „Ich habe keine unsauberen Töne gehört. Im Gegenteil, ich muss der Formation meinen größten Respekt aussprechen. Was Lisa Thriene da neu aufgebaut hat, verdient Hochachtung.“

Das Repertoire war breit gefächert, wobei viele Lieder an Walter Menzel erinnerten. Der langjährige musikalische Leiter hat zahlreiche Stücke für die Wiedergabe von Orchestern arrangiert oder auch umgeschrieben. So auch ein Marschlied, das den besonderen Einsatz der Trommler Florian Thriene, Johannes Reinhardt und Hans-Hartwig Luckhardt verlangte.

Der Auftakt mit Tony Marshalls Gassenhauer „Ich fang’ für euch den Sonnenschein“ sollte gleichzeitig ein Stoßgebet gen Himmel sein, um den Wettergott zu bitten, dass er seine Regenschleusen geschlossen hält, was zum Glück auch der Fall war. Es folgten geografische Sprünge von den „Fischern von San Juan“ zurück zum „Gruß aus Meinhard“ und weiter zur spanischen Küchenschabe „La Cucaracha“ bis hin zu der Filmmusik „Eine Reise ins Glück“, die der weltberühmte Komponist Max Greger einst als Herausforderung für Blasmusiker bezeichnet hat.

Insgesamt umfasste das Programm fünf Runden mit vier Pausen: „Die musst du als Blechbläser auch haben, die Anforderungen an die Substanz sind enorm“, erklärte Lisa Thriene, die von Dagmar Wagner mit einem Blumenstrauß bedacht wurde. Mit netten Worten bedankten sich Lisa Thriene und der erste Vorsitzende Helmut Wagner bei allen Helfern und natürlich bei den Aktiven, wobei ein besonderer Gruß an Hilmar Lieberum aus Wellingerode ging, der sich der Formation als Gastspieler am Becken angeschlossen hat.  ht

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