Feuchtbiotop Braunrod wird gesichert - Bis nächstes Frühjahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein 

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Schweres Gerät an Teichböschung: Bereits in der vorigen Woche hatte die Firma Oppermann begonnen, die Böschung einer der beiden Teiche abzubaggern. 

Das Feuchtbiotop Braunrod wird gesichert. Die steilen Böschungen werden verflacht und mit Material von der A44-Baustelle aufgefüllt. Das Abbauunternehmen Oppermann informierte in einer Bürgerversammlung. 

Grebendorf. Am 1. September sollen die Baumaßnahmen am Biotop Braunrod offiziell beginnen. Das teilten am Donnerstagabend Mitarbeiter des Abbauunternehmens August Oppermann in einer Informationsveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus in Grebendorf mit. Nur knapp 15 Besucher interessierten sich für die Ausführungen.

Arnd Heringhaus, technischer Geschäftsführer, und Prokurist Kurt Koppetsch erklärten, dass sie gesetzlich verpflichtet seien, die Böschung der ehemaligen Sandgrube Braunrod zwischen Grebendorf und Kella zu sichern.

Durch die Angleichung der Böschung fällt ein Teil der bisherigen Wasserfläche weg, allerdings soll dafür im vorderen Bereich ein neuer Teich angelegt werden.

„Dafür waren wir in der vergangenen Woche schon mit dem Bagger vor Ort“, erklärte Heringhaus. „Unsere Firma muss für das Gelände im Fall der Fälle haften, deshalb müssen wir unserer Pflicht nachkommen. Wenn vor Ort etwas passieren würde, würden wir zur Rechenschaft gezogen werden“, sagte Heringhaus.

Grube wird nicht komplett verfüllt 

Nicht die komplette ehemalige Sandgrube soll aufgeschüttet werden, sondern nur ein Teil, damit die Böschung nicht abrutschen kann. Mit rund 30 000 Kubikmetern grobstückigen Materials von der Tunnelbaustelle an der A 44 soll sie verflacht werden.

„Wir wollen die Baumaßnahmen so schnell wie möglich abschließen. Bis zum Frühjahr soll alles fertig sein. Wir planen allerdings, innerhalb von 30 Tagen mit der Aufschüttung der Böschung fertig zu sein“, sagte Koppetsch. Die obere Kante der Böschung soll erhalten bleiben, damit die Uferschwalben nicht ihr Zuhause verlieren. „Wir arbeiten hier Hand in Hand mit der Naturschutzbehörde, diese wird auch regelmäßig vor Ort sein“, fügt Heringhaus an.

Tierschutzexperten glauben an Erholung des Biotops

Tierschutzexperte Wolfram Brauneis, der ebenfalls unter den Gästen war, riet dazu, keine neuen Pflanzen vor Ort anzupflanzen: „Die Natur kann es am besten und wird sich schnell wieder ausbreiten“.

Neun Lkw pro Stunde sollen ab dem 1. September die insgesamt 30 000 Kubikmeter Baumaterial anliefern.

Hier gab es besonders viele Rückfragen der Besucher, die sich Gedanken über die vielen Lkw machten. „Wir haben mit Hessen Mobil die Baumaßnahmen abgestimmt und die Straße ist dafür ausgelegt“, erklärte Heringhaus. (sb) 

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