Feuerwehr Frieda überarbeitet nach tödlichem Unfall Rettungssystem

Stellten das neue, kleinteiligere Rettungssystem vor: (von links) Der Vorsitzende der Feuerwehr Frieda Ernst Knoff, Wehrführer Manuel Brand und der Sprecher der Friedaer Waldbesitzer Bernd Appel. Foto: privat

Frieda. Die Freiwillige Feuerwehr Frieda hat ein neues Konzept zur Rettung Verunglückter im Wald vorgestellt. Das wurde während einer gemeinsamen Sitzung der Waldbesitzer und Jagdgenossen aus Frieda beschlossen. 

Wehrführer Manuel Brand und Vereinsvorsitzender Ernst Knoff präsentierten das neue System,mit dem Menschen im Forst schneller geortet und versorgt werden können.

Das Problem

Bislang war die Ortung von Verletzten im Wald ungenau. Das derzeitige Rettungssystem besteht aus Flurstückbezeichnungen oder Nennung des Rettungspunktes. „In dem Einsatzbereich von Frieda gibt es allerdings nur drei Rettungspunkte, die dazu noch jeweils zwei Kilometer auseinander liegen“, erklärt Manuel Brand das Problem. Die Rettungspunkte sind weit weg von der eigentlichen Einsatzstelle. Da es in Frieda große zusammenhängende Wald- und Freiflächen gibt, sei eine Flurstückbezeichnung wenig hilfreich. Der Unfall von Arno Flügel (Hintergrund) war für die Freiwillige Feuerwehr Frieda der Anlass, dieses System zu verbessern.

Das neue System

Mithilfe des stellvertretenen Kreisbrandinspektors Thomas Eisenträger, der das Kartenmaterial zusammenstellte, zeichneten die Kameraden aus Frieda das Wegenetz neu, gaben den Wegen eine Bezeichnung in Form einer Nummer, stuften sie in befahrbar und nicht befahrbar ein. Gleichzeitig erstellten sie ein Maßstabraster, das durch ein leicht zu erfassendes Buchstaben- und Zahlensystem an die Leitstelle oder an die Rettungskräfte weitergegeben werden kann.

Die Verbesserung

Jeder der sich bei der Waldarbeit, bei der Jagd oder auf Wanderwegen befindet, kann jetzt seinen Standort auf kleinen Schildern, ausgedruckten Karten oder auf den zuvor gespeicherten Bilddateien vom Handy ablesen. „In Zukunft ist Kartenmaterial und Handyfoto beim Vorstand der Forstbetriebsvereinigung Frieda vorhanden“, berichtet Bernd Appel als Sprecher der Friedaer Waldbesitzer.

„Wir hoffen, durch dieses System Personen, die in Bedrängnis geraten sind, schneller helfen zu können“, sagt Vorsitzender Ernst Knoff. Für die Leitstelle biete sich der Vorteil, die Rettungskräfte gezielter zur Einsatzstelle zu führen.

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