Radlader durchstößt Autoscheibe

Feuerwehrkräfte aus Meinhard zeigen bei Übung ihr Können

Grebendorf. Mit rund 60 aktiven Feuerwehrleuten aus der Gemeinde Meinhard und acht Feuerwehrfahrzeugen sind am Samstag zwei Schauübungen auf dem Gemeindefeuerwehrtag in Grebendorf den zahlreichen Besuchern präsentiert worden.

„Zuerst gab es vormittags Wettkämpfe der Kinder- und Jugendfeuerwehren der Gemeinde, die in zwei Disziplinen gegeneinander antreten konnten“, erklärt Gemeindebrandinspektor Björn Reichelt. In der ersten Disziplin galt es eine Löschübung zu meistern und in der zweiten war nach Geschick bei Wassertransporten gefragt.

Die Sieger bei der Kinderfeuerwehr waren die Feuerdrachen aus Frieda und bei den Jugendfeuerwehren konnte sich Hitzelrode/Motzenrode gegen die Konkurrenz durchsetzen. Aber nicht nur der Gewinn der begehrten Pokale war von Bedeutung, sondern im Vordergrund stand der Spaß.

Am Nachmittag führten die Feuerwehren aus Schwebda, Frieda und Neuerode das Vorgehen bei einem Verkehrsunfall vor. Dabei kam es während simulierter Bauarbeiten zu einem Unfall: Ein Auto kollidierte mit einem Radlader, dessen Gabel durch die Windschutzscheibe des Autos ragte und den Fahrer und einen weiteren Insassen einklemmte. Außerdem war ein Bauarbeiter während einer Schachtarbeit in der Kanalisation gefangen, da das Fahrzeug mit einem Rad den Kanaldeckel blockierte. „Die Schwierigkeit der Übung besteht darin, dass der Unfall an der Hauptstraße liegt und die eingeklemmten Personen aus dem Fahrzeug schonend befreit werden müssen, um weitere Verletzungen zu vermeiden“, sagt Christoph Jost. Bei einem Ernstfall würden die Feuerwehren mit dem Notarzt kooperieren, um einen Zeitrahmen und die Art der Rettung festzulegen, so Jost.

Nachdem die einzelnen Gruppenführer die Lage erkundet haben, werden zuerst beide Fahrzeuge so gesichert, dass sie nicht wegrollen können. Auch die Kontaktaufnahme und die Beruhigung der involvierten Personen sind wichtig bei der Rettung.

„Die Personenrettung steht bei einem Einsatz immer an oberster Stelle“, erklärt Weichelt. Nachdem die benötigten Geräte um den Unfallort positioniert wurden, wurden die Windschutzscheibe und das Dach des Autos entfernt. Danach schoben die Feuerwehren den Radlader zurück und nahmen die Gabeln ab. Die beiden verletzten Personen wurden daraufhin mit einem Spineboard möglichst vorsichtig aus dem Auto transportiert. Anschließend wurde mit einer Bockleiter der Bauarbeiter aus der Kanalisation gerettet.

Bei der zweiten Übung wurde ein Brand in der Schule in Grebendorf simuliert. Dabei wurden mehrere Kinder im oberen Stockwerk eingesperrt. Mit Atemschutz sowie dem Einsatz von Steckleitern und einer Drehleiter aus Eschwege mussten die Kinder der Reihe nach durch die Fenster befreit und der Brand gelöscht werden. Hier stellten besonders die Höhe und die verschiedenen Aufgaben eine Schwierigkeit dar.

Von Esther Junghans

Fotos

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare