Spielplatz statt Gestrüpp im Kirchengarten

Tina Pfeiffer aus Frieda gewinnt 15.000 Euro für neuen Spielplatz

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Noch ist er eine Grünfläche: der Platz zwischen der Kirche und dem Gemeindehaus in Frieda. Tina Pfeiffer hat jedoch schon Visionen, wie der Spielplatz aussehen könnte, auf dem ihr jüngster Spross Johannes dann spielen kann.

Frieda. Was für ein Erfolg: Tina Pfeiffer aus Frieda hat bei zwei Wettbewerben abgeräumt und so 15.000 Euro für einen neuen Spielplatz in dem Meinharder Ortsteil gewonnen.

Es ist eine kleine Grünfläche, die sich zwischen der Kirche und dem Gemeindehaus in Frieda erstreckt. Seit langem ist die schon ungenutzt, das Gras steht knöchelhoch zwischen den Sträuchern – aber nicht mehr lange: Denn wenn es nach dem Willen von Tina Pfeiffer aus dem Meinharder Ortsteil geht, entsteht hier in naher Zukunft ein Spielplatz.

Auf die Idee gekommen ist die Mutter von fünf Kindern, weil der alte Spielplatz am Rande des Ortes der neuen Umgehungsstraße weichen musste. Ein Ersatz dafür im Altdorf war von der Gemeinde jedoch nicht vorgesehen, was die 38-Jährige zum Handeln bewegte: Sie meldete sich parallel bei zwei Wettbwerben an, um Geld für Spielgeräte zu bekommen. „Die Bewerbungen habe ich abgeschickt, ohne jemandem davon zu erzählen“, gesteht Pfeiffer. Zuvor habe sie aber geklärt, ob der Kirchgarten überhaupt zur Verfügung stehe: „Unser Pfarrer Reiner Koch fand die Idee von Beginn an super, auch der Kirchenvorstand hat eingewilligt.“

Die waren begeistert, als das Spielplatz-Projekt der Monatssieger im September bei Pampers wurde – und 4999 Euro für Spielgeräte damit sicher sind. „Die können wir uns selbst aussuchen“, sagt Pfeiffer, die schon eine genaue Vorstellung hat, was das für Geräte sein sollen: „Nutzen können sollen die auch ältere Menschen zusammen mit ihren Kindern oder Enkeln.“ Entstehen soll ein Mehrgenerationenspielplatz – den auch die im Ort lebenden Flüchtlinge mitnutzen sollen.

Weil das auch in ihrer Bewerbung für einen zweiten Wettbewerb „Platz da“ stand, vermutet Pfeiffer, auch diesen mit 10.000 Euro dotierten Preis gewonnen zu haben: „Ich habe betont, dass die Elterninitiative, die sich für den Spielplatz einsetzt, nicht nur aus deutschen Eltern besteht.“ Zusammengetragen hat sie jetzt knapp 15.000 Euro, noch in diesem Monat möchte sich Bürgermeister Gerhold Brill zusammen mit den Eltern den Platz noch einmal ansehen. „Das ist eine ganz tolle Sache“, sagt Brill zu dem Projekt, „wenn alles nach Plan läuft, könnte schon im Frühjahr mit den Arbeiten begonnen werden.“ Bis dahin müssten allerdings noch „ein paar vertragliche Sachen“ geregelt werden, zudem muss ein auf dem Platz befindliches Haus noch abgerissen werden. „Der Spielplatz ist aber ein Projekt, der umsetzbar ist.“ Er rechnet insgesamt mit Sachkosten von 40.000 Euro.

Bei zwei Wettbewerben hat sich Tina Pfeiffer angemeldet – mit Erfolg.

• Der Pampers Ideenwettbewerb „Deutschland wird Kinderland“ wurde im Juli 2015 gegründet, um ein kinderfreundliches Umfeld zu schaffen. Der Wettbewerb fördert Projekte mit bis zu 5000 Euro. Bewerben können sich auch Privatleute.

www.pampers.de/deutschland-wird-kinderland

• Die Aktion „Platz da!“ kümmert sich um drei Bereiche: den Spielplatzbau und dessen Renovierung, die Renovierung von Bolz- und Mehrzwecklätzen und die Vermittlung von Ausbildungsstellen. Unterstützt werden Projekte mit maximal 10 000 Euro.

www.platz-da.com

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