Vorfall in Meinhard-Frieda

Katze mit Luftgewehr erschossen: Tier geht grausam an einem Leberschuss zugrunde – Polizei ermittelt

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(Symbolbild) Eine Familie trauert um ihre Katze: Ein unbekannter hat im Meinharder Ortsteil Frieda eine Katze mit einem Luftgewehr erschossen. Die Polizei ermittelt.

Grausame Tierquälerei: Im Meinharder Ortsteil Frieda wurde eine Katze mit einem Luftgewehr erschossen. Eine Familie trauert und die Polizei ermittelt.

Tränenerstickt ist die Stimme von Ramona Kramer. Zu schmerzlich ist der Verlust ihrer geliebten Katze Fifi, zu grausam und ungeheuerlich die Umstände ihres Todes: Mit einem Luftgewehr erschossen worden ist das Tier, das fast schon ein Familienmitglied geworden ist, im Meinharder Ortsteil Frieda.

 „Wie kann ein Mensch einer unschuldigen Katze so etwas antun?“ – eine Antwort auf diese quälende Frage findet Ramona Kramer nicht.

Fifi kam nicht heim - Besitzerin hatte ein ungutes Gefühl

Gespürt, dass etwas nicht stimmt, hat die Meinharderin bereits am Mittwoch. Nicht wie gewohnt nach Hause gekommen ist Fifi, die treue Katze, die Ramona Kramer vor zwei Jahren zugelaufen ist. Gefunden wird sie schließlich am Donnerstagnachmittag auf einem Nachbargrundstück an der Kantstraße in Frieda; die Leichenstarre hat bereits eingesetzt.

Tierarzt bestätigt: Fifi ist grausam an einem Leberschuss zugrunde gegangen

Röntgenaufnahme: Tierarzt Ernst-Wilhelm Kalden hat die Aufnahme von der toten Katze angefertigt. Zweifelsfrei ist der Schuss beziehungsweise das Projektil im Katzenkörper zu sehen. Die Polizei ermittelt.

In Augenschein genommen wird das tote Tier daraufhin von Tierarzt Ernst-Wilhelm Kalden aus Wanfried. Nach einer Röntgenaufnahme ist klar: Fifi ist schmerzhaft an einem Leberschuss zugrunde gegangen. Auf sie geschossen worden ist mit einem Diabolo-Projektil. „Nach dem Schuss muss die Katze noch versucht haben, sich nach Hause zu schleppen“, sagt Ernst-Wilhelm Kalden bedrückt. Geschafft hat sie es nur bis zum Nachbargrundstück.

Der erfahrene Tierarzt hat der fassungslosen Ramona Kramer dringend zur Strafanzeige bei der Polizei geraten – „ein solcher Fall von Tierquälerei muss geahndet werden“. Zur Klärung des Falls sind Zeugenaussagen unbedingt nötig.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise

„Tatsächlich liegt uns eine entsprechende Strafanzeige vor“, sagt Alexander Först, Pressesprecher der Polizeidirektion Eschwege. Eingegrenzt werden könne der mögliche Tatzeitraum auf Mittwoch bis Donnerstag, 15 Uhr. „Wer etwas beobachtet hat oder sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden“, sagt Alexander Först.

Zurück bleibt Ramona Kramer, die den Verlust von Fifi verkraften muss – und sich darüber hinaus fragt, wer mitten in einem Wohngebiet mit einem Luftgewehr um sich schießt.

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