Frieda: Neue Ortsvorsteherin wird voraussichtlich Bärbel Flügel

Bärbel FlügelKommissarische Ortsvorsteherin

Seit Dienstagabend ist es amtlich: Friedas bisheriger Ortsvorsteher Christian Genau steht für sein Amt ab sofort nicht mehr zur Verfügung.

Diese Entscheidung hatte er am Dienstag im Vorfeld der Ortsbeiratsitzung Bürgermeister Gerhold Brill per E-Mail mitgeteilt.

Eigentlich sollten Ortsbeirat und die Friedaer Vereine, die eigens zu der Sitzung eingeladen worden waren, sich noch mal positionieren. Das war mit Genaus definitiver Amtsniederlegung überflüssig geworden.

Kommissarisch wird die Geschäfte nun Genaus bisherige Stellvertreterin, Bärbel Flügel, führen. Auf der Sitzung am Dienstag hatte die 60-Jährige auch bereits signalisiert, dass sie das Amt der Ortsvorsteherin annehmen würde.

Geplant hatte der Friedaer Ortsbeirat ursprünglich schon am Abend während der aktuellen Sitzung aus seiner Mitte einen neuen Ortsvorsteher zu wählen. Das stoppten allerdings Bürgermeister Brill und der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Guido Hasecke. Laut Gemeindeordnung müsse die Neuwahl als Tagesordnungspunkt auf eine Sitzungsladung. Diese Sitzung soll nun nach der Sommerpause stattfinden.

Baum wurde umgepflanzt 

Genau hatte seine Amtsniederlegung angekündigt, nachdem Ortsbeirat, Heimatverein und Partnerschaftsverein gegen seinen Willen den sogenannten Franzosenbaum umgepflanzt hatten, der dem Feuerwehrgerätebau weichen musste (WR berichtete). Genau selbst sagte aber, „dass, das nur der Tropfen war, der das Fass zum Überlaufen“ gebracht habe.

Bürgermeister Brill betonte auf der gut besuchten Sitzung in Frieda, dass die Zusammenarbeit mit Genau immer gut gewesen sei und dieser sich für seinen Ort sehr engagiert habe.

Auch Karsten Degenhardt, Mitglied des Ortsbeirates, sagte, dass er Genau geschätzt habe. „Ich bin über seinen Schritt aber sehr überrascht und habe den Konflikt um den Baum nicht auf dieser Eskalationsebene gesehen.“ Allerdings könne man nicht für jedes Stiefmütterchen, dass im Ort gepflanzt werde, einen Ortsbeiratsbeschluss fassen.

Bärbel Flügel sagte, dass sich alle einig über die Umsetzung des Baumes waren, nachdem Hasecke ein per E-Mail abgerufenes Votum des Ortsbeirates als „nicht rechtens“ bezeichnet hatte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare