Jetzt ist die Wehr am Zug

Frieda: Der Rohbau des Feuerwehrgerätehauses ist fertig

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Manuel Brand, stellvertretender Wehrführer in Frieda, vor dem fertigen Rohbau des neuen Feuerwehrgerätehauses.

Der Rohbau des neuen Feuerwehrgerätehauses im Meinharder Ortsteil Frieda steht. Im Februar dieses Jahres wurde die Bodenplatte gegossen, Mitte März der erste Stein gesetzt.

Seither haben auch die ehrenamtlichen Helfer parallel bereits 700 Arbeitsstunden geleistet. „Wir haben die Stromkabel für die Rolltore, die Lampen und die Steckdosen gezogen“, berichtet Friedas Wehrführer Renè Dittmann. Als glücklicher Umstand erwies sich hier, dass allein sechs Mitglieder der Wehr Elektriker und davon drei Meister sind.

Zwar lässt sich am Rohbau schon erahnen, was in zirka einem Jahr ein fertiges Gerätehaus sein soll, doch die Herkulesaufgabe mit angesetzten insgesamt mehr als 7000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden liegt vor den Feuerwehrleuten. Bis zum Wintereinbruch soll die Halle soweit sein, dass das Einsatzfahrzeug untergestellt werden kann.

Öffnungen für Fenster gestemmt

Am vorigen Montag haben Feuerwehrleute in der alten Fahrzeughalle die Öffnungen für die neuen großen Fenster gestemmt und die alten Oberlichter zugemauert. Eine Fachfirma hat dann die Stürze eingesetzt.

„Wir lassen nur Fenster und Türen anliefern, den Einbau machen die Ehrenamtlichen“, sagt Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill. Das gilt ebenso für den gesamten Trockenbau, sprich, das Einziehen von Zwischenwänden. Denn neben der großen Fahrzeughalle entstehen geräumige, geschlechtergetrennte Umkleiden, Sanitäreinrichtungen, ein Wehrführerbüro, ein Lagerraum sowie Umkleiden für die Jugendfeuerwehr.

Organisiert wird der gesamte Ausbau über eine Whatsapp-Gruppe. „Wir machen das mit einem relativ geringen zeitlichen Vorlauf, sagen, was wir brauchen, und die Leute melden sich dann“, berichtet der Wehrführer. Die meisten Arbeiten werden unter der Woche erledigt. „Mehr als vier bis fünf Leute gleichzeitig auf der Baustelle geht auch nicht“, erzählt er. „Wir haben im Moment einen super Rückhalt im Ort“, so Manuel Brand, stellvertretender Wehrführer in Frieda.

Kosten von 900.000 Euro

Die geschätzten Kosten für den Neubau in Frieda liegen bei über 900.000 Euro, 600.000 Euro sind von der Gemeindevertretung per Beschluss gedeckelt, 190.000 Euro kommen von Land als Förderung. „Die Differenz muss in ehrenamtlicher Arbeit geleistet werden“, sagt Brill, der auch darauf verweist, dass die Feuerwehrgerätehäuser auch in allen anderen fünf Meinharder Ortsteilen nur durch einen „immens hohen ehrenamtlichen Anteil“ gebaut werden konnten. „Das fördert auch die Kameradschaft.“

Neubau Schwebda noch teurer

Vergleichbares wird auch auf die Feuerwehr im Ortsteil Schwebda zukommen, wo die kalkulierten Investitionskosten bei mehr als 1,3 Millionen Euro liegen, das Land aber nur 260.000 Euro an Förderung gibt. Gegen den Zuwendungsbescheid hat die Gemeinde Meinhard jetzt Klage eingereicht.

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