Gestern war Spatenstich im Meinharder Ortsteil

Frieda: Umgehung soll 2015 fertig sein

Versprechen eingehalten: Zwölf Jahre steht das Schild für die Umgehung nun schon vor Bernd Appels Haus an der Ortsdurchfahrt. Damals führte der Vorsitzende der Bürgerinitiative Pro-Südumgehung die ersten Gespräche mit dem damaligen hessischen Verkehrsminister Dieter Posch (rechts), der natürlich beim Spatenstich mit dabei war. Foto: Rissmann

Frieda. Große Freude im Meinharder Ortsteil Frieda: Gestern war Spatenstich für die Ortsumgehung der B 249. Damit geht das wohl am längste geplante Straßenbauprojekt Deutschlands nach 75 Jahren Planungszeit endlich an den Start. Und das Ziel ist ehrgeizig: Bis Herbst 2015 soll das Projekt abgeschlossen sein.

„75 Jahre Planungszeit ist nicht nur rekordverdächtig, sondern auch viel zu lang“, sagte Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Bomba war bereits mehrfach zu Besuch in Frieda und konnte die Verkehrsproblematik an der stark vom Schwerlastverkehr frequentierten Ortsdurchfahrt selbst erleben. „Da gab es einige schwere Unfälle, Katastrophen, die nicht hätten sein müssen“, sagte Bomba.

Wie notwendig die Umgehung ist, zeigte nicht nur die große Anzahl der Gäste beim Spatenstich, auch die Verkehrsstatistik für die 900 Seelengemeinde ist beeindruckend: 2010 wurden täglich 9000 Ortsdurchfahrten, davon 640 Lastwagen, gezählt. Für 2020 rechnen die Statistiker mit 12 400 Durchfahrten, davon 1500 Lastwagen. „Doch das werden sie nicht mehr erleben“, versprach Bomba.

Bilder vom Spatenstich

Frieda: Spatenstich für Ortsumgehung

In den kommenden Monaten werden die Vorarbeiten gemacht, Anfang nächsten Jahres sollen dann die Bauarbeiten für die 2,2 Kilometer lange Umgehung los gehen und bis Herbst 2015 soll das 5,7-Millionen-Projekt beendet sein. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass das klappt“, sagte Bomba.

Von Diana Rissmann

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