Frieda: Vater einer Flüchtlingsfamilie will Polizei entkommen und stürzt vom Dach

Frieda -  Schwer verletzt hat sich Mittwochmorgen ein Mann aus Frieda, der vor Polizeibeamten flüchtete und anschließend von einem Hausdach fiel. 

Das Unglück ereignete sich nach Polizeiangaben um kurz nach vier in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. 

Die Polizei leistete Vollzugshilfe für das Regierungspräsidium in Kassel. Angeordnet hatte die Rückführung das Bundesamt für Migration. Die fünfköpfige Familie, die in Meinhard-Frieda in der dortigen Gemeinschaftsunterkunft im Rasenweg wohnte, sollte am Mittwochmorgen nach Spanien ausgeflogen werden.  Um 4.10 Uhr klopften die Polizeibeamten an der Wohnungstür der Familie im Dachgeschoss des Mehrfamilienhauses. Kurz darauf wurde die Tür durch die 31-jährige Mutter geöffnet. Bei Betreten der Wohnung durch die Polizeibeamten flüchtete der 32-jährige Vater nach Angaben der Polizei durch das Schlafzimmerfenster auf das Dach des Hauses. Dort kletterte er zum Schornstein, wo er zunächst sitzen blieb. 

Durch die Rutschgefahr der feuchten Ziegel gelang es dem Vater im Anschluss nicht mehr zurückzuklettern. Die Polizisten alarmierten  die Feuerwehr und den Rettungsdienst. "Noch vor Eintreffen der Rettungskräfte versuchte der Vater dann doch zurückzuklettern, kam auf den feuchten Ziegeln jedoch ins Rutschen", berichtet Polizeisprecher Jörg Künstler. Ihm sei es noch gelungen, sich kurz an der Dachrinne festzuhalten, bevor er dann aus  etwa vier Metern Höhe auf ein Vordach aus Wellblech fiel. 

Der 32-Jährige war ansprechbar und wurde mit dem Rettungswagen in das Eschweger Krankenhaus gebracht. Nach derzeitigem Kenntnisstand besteht keine Lebensgefahr. 

Weiterhin wurde durch die Polizei heute Morgen der Notfallseelsorger, der sich zunächst um die Frau und die drei Kinder im Alter von 4 bis 7 Jahren kümmert, angefordert. Die Maßnahme der Rückführung wurde ausgesetzt.

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