Ohne Seitenwechsel

Friedaer Bürgerinitiative will Verlegung des Radweges auf alten Bahndamm

Hier muss man drüber: Der Radwanderweg 5 wechselt bei Frieda die Seiten. Radler müssen sowohl die Bundesstraße als auch die dort auftreffende Landesstraße überqueren.
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Hier muss man drüber: Der Radwanderweg 5 wechselt bei Frieda die Seiten. Radler müssen sowohl die Bundesstraße als auch die dort auftreffende Landesstraße überqueren.

Friedas Bürgerinitiative „Pro Südumgehung“ nimmt einen neuen Anlauf, die gefährliche Radwegequerung des Radfernweges 5 (R5) an der Ortsumgehung B 249 und der Landesstraße zu entschärfen.

Frieda – Wer aus Wanfried mit dem Rad kommend in Richtung Eschwege weiterfahren will, muss an der Kreuzung zunächst die stark frequentierte Bundesstraße 249 überqueren – einziges Hilfsmittel eine Verkehrsinsel, die Geschwindigkeit ist dort auf 80 Stundenkilometer beschränkt.

Wem dieser erste Coup gelungen ist, der muss es dann noch über die aus Großtöpfer kommende Landesstraße schaffen, auch hier unterstützt eine Verkehrsinsel. Bis zu diesem Punkt führt der Radweg aus Wanfried kommend links der Bundesstraße, an der Kreuzung wechselt er dann rechtsseitig. Nahe der Ortslage wird dann ein weiterer Kreuzungspunkt mit der Bundesstraße durch eine Unterführung gelöst.

Als Radwanderweg ist das ein No Go.“

Bernd Appel, Sprecher der Initiative „Pro Südumgehung“

Bernd Appel, Sprecher der Initiative, hat nun in einem Ortstermin mit Bürgermeister Gerhold Brill, dem Gemeindevertreter Helmut Wagner sowie dem FDP-Landtagsabgeordneten Jürgen Lenders erneut auf die Situation aufmerksam gemacht. „Als Radwanderweg ist das ein No Go“, sagt Appel. 15 Jahre hatte die BI um den Bau der Umgehungsstraße gekämpft, 2015 war die Piste für den Verkehr freigegeben worden. Eine Untertunnelung für den Fernradweg Wartburg-Kassel wurde nicht genehmigt.

Radweg auf Damm verlegen

Appels Vorschlag ist, den links der Bundesstraße verlaufenden Bahndamm von der Deutschen Bahn zu erwerben und den Radweg dort bis zur Friedabachbrücke weiterzuführen, wo er dann an Aue und den Leuchtbergen nach Eschwege führt.

„Wir unterstützen den Vorstoß der Initiative“, sagt Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill. „Aber wir müssen auch aufpassen, dass niemand auf die Idee kommt, den Radwanderweg gänzlich auf die andere Werraseite zu verlegen.“ Damit hätte man nichts gewonnen.

Eine Verlegung auf die anderes Werraseite hätte zur Folge, dass sowohl die Schlagd in Wanfried als auch die Verbindung über Frieda, Schwebda, Grebendorf und Jestädt für Radler nicht mehr angeboten werde. „Damit würde eine der abwechslungsreichsten Strecken der Tour umgangen“, so Appel.

Neue Vorfahrtsregel aus Richtung Großtöpfer

Die Bürgerinitiative hat neben dem Radweg noch ein weiteres Anliegen. An der aus Richtung Großtöpfer kommenden Landesstraße 3467 soll statt einer einfachen Vorfahrtsregelung auf die Leipziger Straße eine abknickende Vorfahrt eingerichtet werden. „Viele Lastwagen biegen statt nach links Richtung Umgehungsstraße weiterhin rechts ab und fahren durch Frieda“, so Appel. Eine Hinweis-Beschilderung weise Lastwagen zwar darauf hin, dass der Weg in Richtung Eschwege auch über die Ortsumgehung führe, viele hielten sich aber dennoch nicht daran.

Auch für die Leipziger Straße in Frieda haben untere und obere Verkehrsbehörden eine Tempo-30-Regelung, wie von der Bürgerinitiative gefordert, immer wieder abgelehnt. (Stefanie Salzmann)

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