Friedola: Ortsvorsteher und Fraktionsmitglieder sagen Angestellten Unterstützung zu

SPD solidarisch mit Betriebsrat

Unterstützung und Hilfestellung im Kampf um die Weiterführung des Unternehmens: Die Fraktionsvertreter besuchen den Friedola-Betriebsrat (rechts Thomas Martin). Foto: privat

Frieda. Vertreter der SPD-Fraktion der Gemeinde Meinhard haben mit ihrem Vorsitzenden Matthias Mengel am Mittwoch den Betriebsrat der Firma Friedola besucht und ihre Unterstützung und Hilfestellung im Kampf um die Weiterführung des Unternehmens zugesagt. „In unserer Situation sind wir für jegliche Hilfe dankbar“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Thomas Martin.

Matthias Mengel erklärte, dass der Verlust des größten Arbeitgebers für Meinhard eine Katastrophe wäre, „die wir mit aller Macht verhindern müssen.“ Der Fraktionsvorsitzende sieht dabei nicht nur den steuerlichen Aspekt für die Kommune, viel gravierender sei der Verlust der Arbeitsplätze. „Diese negativen Auswirkungen durch den dann vermutlich beschleunigten Bevölkerungsverlust mit all seinen Begleiterscheinungen sind das weitaus größere Übel für die Gemeinde“, sagt Mengel. Kindergärten, Schule, Baugebiete, das Vereinsleben und auch die übrige Geschäftswelt würden erheblich beeinträchtigt, was sich konkret in jedem einzelnen Dorf zeigen würde. Aus diesem Grund waren auch die Ortsvorsteher Meinhards zugegen. Christian Genau, Ortsvorsteher von Frieda, sagt: „Hier geht es doch um Leute, bei denen ich familiär, verwandtschaftlich und freundschaftlich persönlich betroffen bin. Da ist der Schulterschluss eine absolute Selbstverständlichkeit.“

Der Friedola-Betriebsrat macht deutlich, dass der Faktor Zeit von erheblicher Bedeutung ist, davon aber nicht mehr allzu viel bleibt und deshalb äußerste Eile geboten ist. „Hier ist auch unsere Landesregierung gefordert, unmittelbar zu prüfen, in welcher Form Hilfestellungen gewährt werden können“, sagt Karsten Hose, Ortsvorsteher von Motzenrode. Lothar Quanz sagte nach Angaben von Mengel zu, hier tätig zu werden. „Die Öffentlichkeit des ganzen Kreises muss wachgerüttelt werden, denn dies ist nicht nur ein Meinharder Problem“, sagt Jestädts Ortsvorsteher Gerhard Pippert. (ts)

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