Für den geplanten Golfplatz in Meinhard haben sich zwei Investoren gefunden

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Schwebda. Der geplante Golfplatz bei Schwebda (Meinhard) scheint auf einem guten Weg zu sein. Zwei Investoren wurden gefunden, eine Betreibergesellschaft sowie eine Firma, die den Platz baut.

Das bestätigte Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill auf Anfrage. Das seit Jahren immer wieder favorisierte und dann verworfene Projekt einer Neun-Loch-Golfanlage zu Füßen des Schlosses Wolfsbrunnen ist damit einen entscheidenden Schritt vorangekommen.

Es gibt bereits eine überarbeitete Planung für den Golfplatz, der in einigen Punkten von den früheren Plänen abweicht. Dazu gehört unter anderem der Verlauf der Bahnen. Das Areal erstreckt sich östlich der Kellaer Straße. Westlich der Straße soll eine Anlage für sogenannten Golf-Fußball entstehen, vorgehalten werden soll parallel zur Bundesstraße ein Gelände, dass eine Erweiterung des Platzes auf eine 18-Loch-Anlage zulässt.

„Der Platz wird unterhalb von Wolfsbrunnen gebaut, aufgrund der Geländestruktur sind weder große Erdbewegungen noch Holzfällungen notwendig“, sagte Brill. Das Gelände sei so nutzbar, wie es liegt. Die Betreiber des Schlosshotels Wolfbrunnen, die vor einigen Jahren eigene Pläne für eine Golfanlage vorgelegt hatten, sind jetzt nicht mehr in das Vorhaben involviert. „Dennoch wird das Hotel von dem Platz profitieren, aber auch andere Herbergen in der Region.“

Vor der Gemeinde Meinhard steht jetzt die Aufgabe, mit den Besitzern der Flächen zu verhandeln und Vorverträge abzuschließen. Das soll nach Möglichkeit bis Oktober dieses Jahres erfolgen.

Meinhards Bürgermeister ist optimistisch, dass das Projekt jetzt gelingen kann. „Das ist ein gewaltiges Potenzial in der Mitte von Deutschland“, sagt er. Die Nähe zu Eschwege, der Werratalsee, die Autobahn und vor allem der große Abstand zu anderen Golfanlagen würde für einen Erfolg sprechen. 

Fragen und Antworten zum Thema Golf

Am Thema Golfspielen scheiden sich die Geister, kaum ein Freizeitvergnügen hat so unter Vorurteilen zu leiden wie Golf. Für die einen ist das ein Sport für Reiche, für andere ist es gar kein Sport. Wir beantworten einige Fragen zum Golf.

Ist Golf ein Sport für Leute mit dickem Geldbeutel? 

Früher war das so. Inzwischen bieten viele Clubs den Sport so an, dass man ihn für 30 bis 40 Euro im Monat als Hobby betreiben kann. Wer viel spielt, kann auch schon mal 100 Euro bezahlen.

Wird Golf nur von Rentnern gespielt?

Viele Golfclubs bieten inzwischen ein Jugendtraining an. Theoretisch ist es möglich, dass vier Generationen einer Familie zusammen spielen. Pro Flight (Spielrunde) können vier Personen zusammen spielen. Das ist nicht bei vielen Sportarten so. 

Ist Sport der richtige Begriff für Golf? 

Ja. Beispielsweise auf einem 18-Loch-Golfplatz ist der Spieler acht bis zehn Kilometer zu Fuß unterwegs. Der durchschnittliche Puls liegt dabei bei zirka 120, ist also ideal für die Fettverbrennung und das Herz-Kreislauf-System. Außerdem werden motorische Fähigkeiten geschult und die sogenannte weiße Muskulatur, die für die Schnellkraft verantwortlich ist, wird trainiert.

Braucht man viel Zeit für dieses Hobby? 

Ja. Golf spielen braucht Zeit. Drei Stunden und mehr müssen Spieler für eine ordentliche Runde aufbringen. Eine Tatsache, die vor allem berufstätige Menschen oft abschreckt. Andererseits ist Golf gerade für gestresste Menschen ein erholsames Hobby. Da die meisten Golfanlagen landschaftlich besonders schön liegen, ist das schon ein Erholungsfaktor. Dazu kommt die Bewegung an der frischen Luft und die Konzentration, die man beim Schlag braucht, hilft, Alltagsstress auszublenden.

Kann jeder Golf spielen oder muss es gelernt werden? 

Zum Golfspielen gehört vor allem technisches Können dazu und das muss gelernt werden. Ein Abschlag ist ein komplexer Vorgang, der erlernt und trainiert werden muss. Eine Grundlagenausbildung lässt sich also nicht umgehen.

Braucht jeder Spieler eine eigene Ausrüstung? 

Wer sich tatsächlich entscheidet, Golf zu spielen, kommt nicht drum herum. Allerdings gibt es Ausrüstungen inzwischen auch in günstigeren Segmenten.

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