Krämers feiern Goldene Hochzeit in der Heimat

Gefunkt hat’s auf dem Schützenfest

Vielseitig engagiert: Neben der Ehe haben Ingrid und Peter Krämer beide ihre eigenen Interessen. Foto: W. Skupio

Schwebda. Gerade einmal 19 und 16 Jahre waren Peter und Ingrid Krämer, geborene Falk, als sie sich heute vor 50 Jahren in Grebendorf das Eheversprechen gaben. Damals kannte sich das Paar knapp drei Jahre.

„Kennengelernt haben wir uns in Wanfried auf dem Schützenfest“, erzählt Peter Krämer, der selbst auch aus Wanfried stammt. In Schwebda, dem Heimatort von Ehefrau Ingrid waren die Menschen allerdings skeptisch, ob so eine junge Ehe überhaupt von Dauer sein könne. „Wir waren damals Ortsgespräch“, erinnert sich Ingrid Krämer schmunzelnd. Beide arbeiteten bei Bode Strickwaren in Wanfried, er als Strickeinrichter und sie als Bekleidungsfertigerin. Dann aber verpflichtete sich Peter Krämer für zwölf Jahre bei der Bundeswehr, verbunden damit waren zahlreiche Versetzungen.

„Sechsmal sind wir in den 12 Jahren umgezogen“, erzählt das Paar. In der Zeit sei Ingrid mit den beiden Kindern, einem Sohn und einer Tochter, mehr oder weniger allein gewesen, so Peter Krämer. „Was die Kinder heute können, haben sie der Mutter zu verdanken“, sagt er.

Nach Peters Bundeswehrzeit arbeiteten beide am Deutschen Krebsforschungsinstitut in Heidelberg. Wohnhaft ist das Jubelpaar seit mittlerweile 40 Jahren in Birkenau im Odenwald. „Wir sind trotzdem immer unserer Heimat verbunden geblieben“, erklärt Ingrid. Schließlich wohnt ihre Schwester in Bad Sooden-Allendorf und der Bruder und die Mutter von Peter Krämer leben noch immer in Wanfried. Eines aber fehlt den gebürtigen Nordhessen im Süden, die Wurstspezialitäten. „Ahle Wurscht und Gehacktes gibt es im Odenwald ja nicht, also haben wir schon eine Großbestellung aufgegeben“, schmunzelt Peter Krämer.

Das Geheimnis ihrer Ehe sei, verrät Ingrid Krämer, dass jeder Raum für seine eigenen Interessen behalte. „Jeder hat auch sein Privatleben“, sagt sie. Gemeinsam mit dem Jubelpaar freuen sich neben den beiden Kindern schon drei Enkelkinder.

Von Wolfram Skupio

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