Gemeinde Meinhard kommt mit Pflegearbeiten nicht nach: Dschungel wuchert um Bürgerhaus

Löwenzahn und braunes Laub wächst und liegt auf der Zufahrtsstraße zum Grebendorfer Bürgerhaus. Der Treppenaufgang wuchert langsam zu. Fotos: Tobias Stück

Das Bürgerhaus von Grebendorf scheint in einem Dschungel zu verwachsen. „Das Ortsbild hat während des Sommers  gelitten“, findet auch Grebendorfs Ortsvorsteher Willi Jakal.

Aus jeder Ritze des Geländes um das Gebäude sprießt der Löwenzahn; Unkraut wuchert und altes, braunes Laub sammelt sich in windigen Ecken. Der Treppenaufgang mutet schon beinahe mystisch an.

Überhängende Sträucher und wilder Unkrautwuchs sind nicht nur rund um das Bürgerhaus zu finden, sondern auch auf Bürgersteigen, Straßenrändern und Friedhöfen.

„Wir wissen, dass das Gelände derzeit ungepflegt ist“, bestätigt Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill, verspricht aber, dass der Bauhof pünktlich vor dem Heimatfest Anfang September im Ort einen „großen Rundumschlag“ machen wird, damit zum Fest alles wieder hübsch ist. „Aber im Moment kommen wir einfach nicht hinterher.“ Alle verfügbaren Kräfte des Bauhofs seien im Einsatz. Bei drei Sportplätzen, fünf Freizeitplätzen und sieben Friedhöfen sei der Rasen auf Höhe zu halten. „Ab 15 Zentimetern Höhe wird es schwierig, überhaupt noch zu mähen.“

Sorgen machen der Gemeinde vor allem die Wege auf den Friedhöfen und den Aschebahnen. Eine händische Unkrautentfernung scheide wegen Zeitmangels aus, Chemie darf nicht mehr eingesetzt werden. Deshalb hat die Gemeinde nun einen sogenannten thermischen Unkrautvernichter angeschafft, der das Grün „blanchiert“, sodass es nach einigen Stunden welkt.

Was im vorigen Jahr schlecht war, dass nämlich alles Grün unter der brütenden Sonne verdorrte, ist in diesem Jahr auch nicht gut. „Regen wechselt sich mit Sonne ab“, sagt Brill, „und das lässt alles üppig wachsen. Das Klima schafft in diesem Jahr ideale Wachstumsbedingungen“. Freiwilliges Engagement ist für Ortsvorsteher Willi Jakal auf Dauer keine Lösung. „Ich habe schon so viele Einsätze gemeinsam mit Freiwilligen ehrenamtlich gemacht – aber irgendwann ist mal Ende mit freiwillig, wenn von Seiten der Gemeinde nichts kommt“, beklagt der Ortsvorsteher. Er versteht nicht, warum die Gemeinde ihre finanziellen Überschüsse nicht nutzt, um hier Abhilfe zu schaffen.

Rasen statt Sträucher

Ralf Thriene, Wirt des Restaurants „Zum Sandhasen“ im Bürgerhaus, hat für sich bereits eine Entscheidung getroffen. „Die Sträucher und Hecken rund um das Gebäude werde ich mit Zustimmung der Gemeinde entfernen“, sagte er auf Anfrage. Ersetzt werden sollen die Pflanzen durch „was Pflegeleichtes“ wie zum Beispiel Rasen. Auch Thriene weiß, dass das Umfeld des Bürgerhauses, wo er seine Gastronomie als Pächter betreibt, derzeit einen etwas verwahrlosten Eindruck macht. Seinen Betrieb habe das bisher aber nicht beeinträchtigt.

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