Senkung von 2,40 Euro pro Kubikmeter auf 2,10 Euro

Gemeinde Meinhard senkt Wassergebühren

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Übten Kritik an Projekt: (von links) Bernd Appel (FDP), Landwirt Herbert Wicke (ÜWG), ÜWG-Fraktionsch ef Rolf Eyrich und Helmut Wagner (FDP). 

Rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres werden in der Gemeinde Meinhard die Gebühren für Wasser von bisher 2,40 Euro pro Kubikmeter auf 2,10 Euro gesenkt.

Dem Vorschlag der Verwaltung folgte die Gemeindevertretung vorige Woche mehrheitlich. Die Gebühren für Abwasser bleiben zunächst unverändert.

Allerdings ging der SPD-Fraktion der Vorschlag nicht weit genug. Sie forderte eine Senkung der Wassergebühren auf zwei Euro und kritisierte, dass nur rund 20 000 Euro der mit Wasser erwirtschafteten Überschüsse in die Neukalkulation der Gebühren eingeflossen sind, obwohl der Gesamtüberschuss bei 155 000 Euro liege. „Gerade in Corona-Zeiten brauchen die Menschen das Geld, das wollen wir ihnen jetzt zurückgeben und nicht erst in fünf Jahren“, so der SPD-Abgeordnete Karsten Hose.

Dringende Sanierungen

Das noch Geld aus den Überschüssen da ist, räumte auch Bürgermeister Gerhold Brill ein, sagte aber: „Diese Mittel brauchen wir für dringende Sanierungen in den kommenden drei Jahren.“ Dazu gehöre vor allem die Wasserversorgungsleitung zwischen Eschwege und Frieda. „Die Gebührensenkung auf zwei Euro ist nicht zielführend.“ Ein entsprechender Antrag der SPD-Fraktion wurde abgelehnt. Zugleich kündigte die Verwaltung an, dass beim Abwasser ab 2023 voraussichtlich mit einer Erhöhung der Gebühren zu rechnen sei.

Zum Thema Grüngutsammelplatz in Grebendorf im Zuge des kreisweiten Modellvorhabens „Holzige Biomasse“ kann sich die Gemeindevertretung auch nach eineinhalb Jahren Diskussion weiterhin zu keiner klaren Position finden. Ursprünglich drohte Meinhard damit, aus dem Abfallzweckverband auszutreten, der das Projekt im Auftrag des Kreises organisiert.

In einem weiteren Schritt hatte Meinhard versucht, dass die Stadt Eschwege die Müllentsorgung für Meinhard mit übernimmt. In beiden Punkten war die Kommune gescheitert. „Wir kommen aus der Nummer nicht raus“, sagte Bürgermeister Gerhold Brill.

Grüngutsammelplatz im Riedwerk

Jetzt soll ein Grüngutsammelplatz im Riedwerk nahe des Grebendorfer Bauhofes eingerichtet werden, dafür muss die Gemeindevertretung zunächst einen Aufstellungsbeschluss für eine Bebauungsplanänderung beschließen, verschob die Entscheidung aber erneut in den Hauptausschuss.

„Wir wollen wissen, was der Betrieb des Sammelplatzes wirklich kosten“, sagte Karsten Degenhardt, Fraktionschef der CDU. „Im Moment sprechen wir von einem schwarzen Loch.“ Auch der Grebendorfer Ortsbeirat soll noch dazu gehört werden.

Für die Höhendörfer Motzenrode, Hitzelrode und Neuerode schlägt Bürgermeister einen extra Platz vor, damit die Bürger von den Fahrtkosten entlastet werden. Den Transport soll dann die Gemeinde übernehmen.

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