Friedola feiert 125-jähriges Bestehen

Gäste und Gastgeber: (von links) Thomas Gans vom Textilverband und Hans-Jürgen Germerodt vom IHK-Regionalausschuss wurden unter anderem von Ernst-Albert Holzapfel und seiner Tochter, Geschäftsführerin Desiree Derin-Holzapfel, begrüßt. Foto: Salewski

Frieda. Seit 125 Jahren gehört Friedola zu den wichtigsten Arbeitgebern im Werra-Meißner-Kreis. Das soll auch so bleiben, wie Geschäftsführerin Désirée Derin-Holzapfel am Wochenende während der Jubiläumsfeier auf dem Betriebsgelände in Frieda bekräftigte: „Mittelpunkt all unserer Aktivitäten bleibt das Werratal“, sagte sie vor 800 Gästen im Festzelt.

Vor allem die Mitarbeiter des Unternehmens, das 1888 von den Brüdern Johann Gustav, Eduard und Heinrich Holzapfel zur Produktion von Wachstüchern gegründet worden war, hob die Chefin bei ihrer Ansprache dankbar hervor.

Starke Frauen an der Spitze

Vor allem unterstrich sie, dass nicht nur die Familie Holzapfel selbst in fünfter Generation in dem mittlerweile international als Unternehmsgruppe am Markt agierenden Betrieb Verantwortung übernimmt, sondern es auch bei den Arbeitnehmern eine große Kontinuität gebe: „Dieses Fest heute Abend feiern wir für unsere Mitarbeiter, die die Garanten für Erfolg und Wachstum sind“, sagte auch Ernst-Albert Holzapfel, der die Unternehmensleitung vor einigen Jahren in die Hände seiner Tochter gelegt hatte.

Die ist nicht die einzige Frau, die in den 125 Jahren des Bestehens an der Spitze gestanden hatte. Auch Ernst-Albert Holzapfels Mutter hatte nach dem frühen Tode ihres Mannes in der Nachkriegszeit für einige Jahre die Führung übernommen. Emotional erinnerte sich Ernst-Albert Holzapfel an „die starke Frau, die sich mit drei kleinen Söhnen quasi über Nacht als Witwe der Verantwortung für Friedola stellte und später einen wichtigen Kunden heiratete, der mit ihr die Weichen für die Zukunft stellte“.

Auch Enkelin Désirée Derin-Holzapfel steht heute für eine erfolgreiche Expansion. Das Unternehmen arbeitet von verschiedenen Standorten in Europa aus. In den Sortimenten der Produktionsgruppen Heimtextil, Freizeit und Technik ist Friedola in einigen Bereichen Marktführer. Der Umsatz beträgt jährlich rund 80 Millionen Euro.

Von den Ehrengästen und Geschäftspartnern, die ihre Glückwünsche nicht nur als Grußwortredner, sondern auch als Gäste einer Podiumsdiskussion überbrachten, gab es Worte der Anerkennung: Landrat Stefan Reuß etwa sprach von Friedola und seinen 500 Mitarbeitern als einer wichtigen wirtschaftlichen Säule. Meinhards Parlamentschef Harald Schädler sicherte die Unterstützung der Gemeinde zu und Dr. Michael Ludwig von der Industrie- und Handelskammer (IHK) überreichte eine Ehrenurkunde und lobte das Engagement von Ernst-Albert Holzapfel und seiner Tochter im IHK-Regionalausschuss.

Der Geschäftsführer des Verbandes der Textil- und Bekleidungsindustrie Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, Thomas Gans, gratulierte ebenso herzlich wie die zahlreichen Auszubildenden, die auf die Bühne gekommen waren.

Von Melanie Salewski

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