Tag des Handwerks am 15. September

Grebendorf: H.Kühn GmbH baut Schaltschränke, entwickelt Software und ist klassischer Elektrobetrieb

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Da muss jedes Kabel am richtigen Platz sitzen: Elektriker Rainer Höch (links) und Andreas Keller (rechts) verkabeln einen Schaltschrank. Der Bauplan füllt einen zehn Zentimeter dicken Aktenordner. In der Mitte Firmenchef Holger Kühn.

Grebendorf. Modernes Handwerk im 21. Jahrhundert ist weit mehr als Schrauben, Hämmern und Sägen. Die Symbiose aus traditionellem Handwerk und der Entwicklung moderner Automatisierungstechnik hat die Firma H. Kühn GmbH aus Grebendorf geschafft.

Während in der großen Arbeitshalle am Rande des Meinharder Ortsteiles Grebendorf Männer in blauen Arbeitsanzügen riesige Schaltschränke für industrielle Maschinenstrecken zusammenbauen, wird in den direkt daneben liegenden Büroräumen die dazugehörige Software zur Maschinensteuerung entwickelt. 

Firmengründer und geschäftsführender Gesellschafter Holger Kühn beschäftigt in seinem Unternehmen, das inzwischen weltweit tätig ist, zehn Mitarbeiter, hinzukommen zwei Leihkräfte sowie ein Auszubildender, der hier seine Ausbildung zum Elektriker in der Fachrichtung Automatisierung absolviert. Einer seiner Software-Entwickler kommt aus China.

Firma hat sich stetig entwickelt

Kühn, der seine Ausbildung zum Techniker und später zum Meister bei Eschweger Werkzeugmaschinenhersteller Präwema absolvierte, später noch sein Diplom als Informatiker nachlegte und inzwischen einen Master hat, machte sich 1986 zunächst in Eschwege mit einem Dienstleistungsbüro für Elektroplanung, Hard- und Softwareentwicklung selbstständig, 1992 erweiterte er das Unternehmen um den Bereich Elektroinstallationen und den Schaltschrankbau. 2013 zog der Betrieb in das neue Firmengebäude am Rand von Grebendorf um.

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Von der Klingelanlage bis zum Schaltschrank - alles aus einer Hand

„Bis heute ist es so, dass ein Fünftel unserer Tätigkeit klassisches Elektrikerhandwerk ist, der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Software, Automatisierungsprozessen und dem Bau von Schaltschränken“, sagt Kühn, der auch stellvertretender Obermeister der Handwerksinnung Elektrotechnik im Werra-Meißner-Kreis ist. „Aber ganz traditionell bieten wir vom Bau einer Klingelanlage bis zur Elektroinstallation einer Küche alle Leistungen eines klassischen Elektrobetriebes an“, sagt Kühn.

Der Betrieb ist flexibel

Neben dem Bau und der Verdrahtung von Schaltschränken, wo sich die Techniker nach Vorgaben richten, die einen zirka zehn Zentimeter dicken Aktenordner füllen, und der Entwicklung von Automatisierungssoftware, leistet die Firma auch das sogenannte Retro-Fit. „Das bedeutet, dass wir überholte und veraltetete Steuerungen von Maschinen durch neue ersetzen“, erklärt Kühn. Entscheiden sei, dass der Betrieb flexibel ist.

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