Ruine soll gerettet werden

Grebendorf: Land und Kreis sagen Hilfe für Schloss-Südflügel zu

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Rottet vor sich hin: der Südflügel des Grebendorfer Schlosses. Jetzt haben Land und Kreis finanzielle Unterstützung für die Sanierung zugesagt, aber die Gemeinde muss das Gebäude vorher kaufen. 

Grebendorf – Für den seit mehr als 20 Jahren dem Verfall preisgegebenen Südflügel des Grebendorfer Schlosses zeichnet sich eine Lösung ab – vorausgesetzt, die Gemeindevertreter in Meinhard sind sich einig, das Gebäude zu kaufen.

Dann helfen das Land und der Kreis.

Auf einer Sitzung am Mittwoch, an der die auch für den Werra-Meißner-Kreis zuständige Bezirkskonservatorin Rebekka Schindehütte und Jürgen Herbener von der Unteren Denkmalschutzbehörde sowie Martina Frese vom Amt für Dorfentwicklung teilnahmen, wurde der Gemeinde finanzielle Unterstützung zum Erhalt, der Sanierung und Nutzung für den Südflügel zugesagt. Allerdings können diese Hilfen nur wirksam werden, wenn die Gemeinde auch Eigentümerin der Immobilie ist. Der eigentliche Erwerb ist nicht förderfähig. Einem Abriss würden die Denkmalbehörden nicht zustimmen. Die Gemeinde hat bereits 70 000 Euro in den Haushalt 2019 eingestellt, um das Gebäude zu kaufen. Bis zur endgültigen Entscheidung durch die Gemeindevertretung ist das Geld allerdings gesperrt.

Der Wert

Gesperrt: Eine Hälfte des Schlosshofes haben die Eigentümer des Südflügels jetzt gesperrt.

Der Südflügel wurde im Sommer vom Meinharder Ortsgericht auf insgesamt knapp 57.000 Euro geschätzt (22.300 für das 533 Quadratmeter große Grundstück und 34.400 Euro für das Gebäude).

Die Förderung

Die Förderung für die Sanierung koppeln Land und Kreis an das Nutzungskonzept. Meinhard hat im Investitionsplan für 2022 230.000 Euro für die Sanierung des Südflügels eingeplant. Über die Dorfentwicklung könnte das Projekt bis zu 75 Prozent gefördert werden. Nach Vorstellungen der Gemeinde soll der Südflügel in einem sogenannten Kaltausbau als Kulturscheune saniert werden.

Die Eigentümer

Das Gebäude, das inzwischen als Kulturdenkmal eingestuft ist, befindet sich im privaten Besitz. Weil die Wand, die zum Schlosshof zeigt, nicht mehr standsicher ist, haben die Eigentümer jetzt ihren Teil des Hofes gesperrt, um die Sicherheit zu gewährleisten. Außerdem wurden fehlende Ziegel ersetzt und Regenwasserrohre angebracht, um weiter eindringende Feuchtigkeit zu vermeiden. Miteigentümer Matthias Mengel signalisiert Verkaufsbereitschaft, aber: „Wir wollen das zurück, was wir ins Gebäude investiert haben.“

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