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Grebendorfer rufen Hilfe für Kubas Kinder ins Leben

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Von: Stefanie Salzmann

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Es fehlt auf der Karibikinsel Kuba praktisch an allem: Nicht nur Nahrungsmittel, Wasser und Strom gibt es kaum noch, auch Schulen und Kitas müssen ohne Material und ohne Spielsachen auskommen.
Es fehlt auf der Karibikinsel Kuba praktisch an allem: Nicht nur Nahrungsmittel, Wasser und Strom gibt es kaum noch, auch Schulen und Kitas müssen ohne Material und ohne Spielsachen auskommen. © Norbert Schellhase/nh

Für kubanische Kinder, denen es wegen der wirtschaftlich katastrophalen Lage auf der Karibikinsel derzeit an allem fehlt, haben zwei Männer aus Grebenddorf ein Hilfsprojekt gegründet.

Grebendorf – Mangel sind die Menschen in Kuba beinahe schon immer gewohnt. Schlange stehen, um Lebensmittel zu kaufen, war zu Zeiten von Fidel Castro Alltag. Doch inzwischen ist die Versorgungslage auf der sonnigen Karibikinsel katastrophal. Die Insel, die die meisten Touristen nur als tropisches Paradies kennen, hungert, es fehlt an dem Allernötigsten. Einer der vielschichtigen Gründe für die Notlage des Landes ist der Tourismus, der wegen der Coronapandemie komplett wegegebrochen war.

Der Grebendorfer Norbert Schellhase reist seit vielen Jahren nach Kuba und pflegt dort inzwischen auch enge private Freundschaften. „2013 waren die Verhältnisse auf Kuba schon schwierig, aber inzwischen ist es noch viel schlimmer geworden“, sagt er. „Nicht nur den Erwachsenen, sondern vor allem für die Kinder mangelt es praktisch an allem.“

Die Kinder hätten gern einfach ein Fahrrad oder freuten sich über einen Rucksack oder Stifte oder Spielsachen, berichtet Schellhase.

Die beiden Grebendorfer Norbert Schellhase (links) und Michael Martin haben eine Spendenprojekt für kubanische Kinder gegründet.
Die beiden Grebendorfer Norbert Schellhase (links) und Michael Martin haben eine Spendenprojekt für kubanische Kinder gegründet. © Salzmann, Stefanie

Aus diesem Grund hat er sich gemeinsam mit Michael Martin, mit dem er auch zusammen Kuba bereist – zuletzt waren die beiden Männer im Januar dieses Jahres auf der Insel – entschieden, ein Hilfsprojekt für kubanische Kinder und dortige Kitas und Schulen ins Leben zu rufen. „Wir helfen Kubas Kindern“ heißt die Aktion. Begonnen haben Schellhase und Martin damit bereits vor der Coronapandemie. Schellhase hatte Kontakt zum Bürgermeister der etwa 6000 Einwohner zählenden Stadt Palma Soriano aufgenommen, aber auch zur kubanischen Botschaft, um die Modalitäten von Spendenlieferungen zu erfragen.

Unterdessen bekamen sie von der Anne-Frank-Schule 50 Schultische und 100 Stühle gespendet, auch einiges an Fahrrädern ist zusammengekommen. Aber jetzt soll das Projekt wieder an Fahrt aufnehmen. Bis Ende des Jahres soll ein 20-Fuß-Container mit Spendengütern voll werden und auf die Reise nach Kuba geschickt werden. Die Koten für den Container liegen aktuell bei 7500 Euro.

Deshalb rufen Norbert Schellhase und Michael Martin jetzt noch mal zum Spenden auf: Benötigt werden Fahrräder aller Art, die sollten allerdings komplett sein; Roller, Bobbycars, Dreiräder, Schreib- und Malblöcke, Stifte, Spielzeug, Kinderrucksäcke etc. „Für die Kinder dort ist das wirklich Gold wert“, sagt Schellhase. Um den Transport zu finanzieren, seien auch Geldspenden willkommen.

Wer Dinge hat, die er spenden möchte, kann sich an die beiden Männer wenden, die die Sachen dann auch abholen würden. Möglich ist auch, die Sachen am Südflügel des Grebendorfer Schlosses (Gemeindeverwaltung) abzugeben, wo sich aktuell das Lager für die Aktion befindet. (Stefanie Salzmann)

Info und Kontakt: Über die E-Mail whkk-meinhard@gmx.de oder über Norbert Schellhase. Tel. 0151/ 70 87 71 09 oder Michael Martin Tel. 0170/ 9 09 04 68.

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