Neue Schilder zum Abschied

Grebendorfs Ortsvorsteher sucht Sponsoren für verblasste Straßenhinweiser

Dieter Kunze (rechts) hat eine Bank über die Wurzel der 400 Jahre alten Linde am Dorfanger gebaut.
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Monika Hild (links) und Willi Jakal haben neue Schilder in Grebendorf montiert.

Für sein Heimatdorf Grebendorf hat sich der bald scheidende Ortsvorsteher Willi Jakal ein Abschiedsgeschenk ausgedacht. Er hat einige verblasste Straßenschilder durch neue ersetzt.

Grebendorf – Wer sich am so genannten „Grubeneck“ in Grebendorf befindet und in die „Grubenstraße“ oder in die „Obere Dorfstraße“ möchte, der kann jetzt anhand der neuen Straßenschilder problemlos die Wegrichtung erkennen. Dagegen fällt es schwer, die am gleichen Mast angebrachten Schilder der Straßen „Bernstal“ oder „Sandstraße“ auszumachen, weil die Schrift total verblasst und somit kaum zu lesen ist.

Willi Jakal, scheidender Ortsvorsteher von Grebendorf, macht seinem Heimatdorf ein Abschiedsgeschenk, und sucht derzeit Sponsoren, die das Erneuern der Schilder finanzieren.

In Eigeninitiative gehandelt

„Wir wurden von der Gemeinde schon 2017 zur Bestandsaufnahme angehalten, aber bislang ist weiter nichts passiert. So haben wir jetzt in Eigeninitiative gehandelt“, erklärrt er die Initiative. Monika Hild aus der Grubenstraße sowie Horst Henning aus der Oberen Dorfstraße haben die ersten beiden von insgesamt 22 Schildern finanziert. „Ich hörte, dass in Jestädt Ortsvorsteher Gerhard Pippert verblasste Straßenschilder mit seinen ihm zustehenden Verfügungsmitteln erneuerte. Das war für mich Motivation zu dieser Spende“, sagte Monika Hild. Willi Jakal fand in Horst Henning den notwendigen zweiten Spender. „Notwendig deshalb, weil beide Schilder an einer Halterung befestigt sind“, erklärt Jakal.

Gerhard Pippert bestätigte den gleichen Vorgang in Jestädt, machte allerdings deutlich, dass es sich um Verfügungsmittel des gesamten Ortsbeirates handelt. Das Ab- und wieder Anmontieren habe schon ein bisschen handwerkliches Geschick verlangt. „Dabei sind sowohl Halteschellen wie auch die ein oder andere marode Schraube abgebrochen“, erklärt Pippert.

In Grebendorf hat Markus Frackmann vom Bauhof der Gemeinde die Schilder angebracht. „Ich hoffe, dass ich mit dieser ersten Aktion weitere Einwohner von Grebendorf mit ins Boot bekomme, die sich mit Spenden beteiligen, was natürlich auch im Sinne der Gemeinde Meinhard wäre“, sagt Jakal

Am Grebendorfer Anger haben indes Dieter und Andreas Kunze die Wurzel der 400 Jahre alten Linde mit einer Sitzfläche überbaut. Knapp fünf Stunden haben die beiden Männer gebraucht, um zwei Baumstämme als Unterlage und eine glatt gehobelte Bohle als Sitzfläche zu installieren. Der Dank des scheidenden Ortsvorstehers ist ihnen gewiss. Jakal wörtlich: „Mit dieser Sitzfläche wurde auch ein Beitrag zur Sicherheit gewährleistet, denn über die Wurzel kann nun niemand mehr stolpern.“ Tobias Stück

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