Meinhard wartet auf die Zuweisung von Fördermitteln

Es hakt noch beim Ausbau von U3-Plätzen

Meinhard. Ab August gilt der Rechtsanspruch auf einen U3-Betreuungsplatz. Auch die Gemeinden im Werra-Meißner-Kreis wollen sich gegen eventuelle Klagen von Eltern rüsten. Doch hakt es noch bei den Fördermitteln.

In der Gemeinde Meinhard beispielsweise sind die Planungen zum Ausbau des Kindergartens Sonnenschein in Frieda abgeschlossen, Baugenehmigung erteilt.

Doch seit dem Sommer wartet die Gemeinde auf einen positiven Bescheid. „Ohne diesen Zuschuss können wir als Schutzschirm-Kommune den Ausbau nicht finanzieren“, sagt Bürgermeister Hans Giller deutlich. Rund 95 000 Euro würde der Anbau kosten, auf einen Zuschuss von zwei Dritteln setzt die Gemeinde. Insgesamt fünf U3-Plätze könnten damit in Frieda entstehen. Ob damit der Bedarf der Eltern in Meinhard tatsächlich gedeckt ist, werde sich erst im August zeigen. So sieht es auch der Bundestagsabgeordnete Michael Roth (SPD): „Der konkrete Bedarf an Krippenplätzen lässt sich nicht an Prozentzahlen ablesen, sondern variiert von Gemeinde zu Gemeinde.“

Es bleibt abzuwarten, welchen Bedarf die Eltern anmelden. Mit einer Ausbauquote von fast 36 Prozent stehe der Werra-Meißner-Kreis allerdings sehr gut da, teilte der Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich (CDU) mit. Dazu beitragen würde auch das Gesetz zur zusätzlichen Finanzierung von Kindertagesstätten, mit dem bundesweit 580 Millionen Euro in die Betreuungseinrichtungen fließen sollen.

Hessen stockt die Mittel auf, landesweit stehen so 100 Millionen Euro für den U3-Ausbauzur Verfügung. Die Kreisverwaltung hat im Januar zwölf Förderanträge von Kindertagesstättenträgern für die Schaffung von 82 weiteren U3-Plätzen an das Regierungspräsidium Kassel weitergeleitet. „Da ist auch die Gemeinde Meinhard dabei“, sagt Jugendamtsleiterin Ilona Friedrich. Die Bewilligung der Mittel von 570.000 Euro würden aber noch ausstehen.

Von Diana Rissmann

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