Hans Giller ist der neue Leiter des Heimatmuseums in Schwebda

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Der neue Vorstand : (von links) Jutta Beck (stellvertretende Schatzmeisterin), zweite Vorsitzende Silke Rottstädt, Fritz Sippel, Erwin Heuckeroth, Hans Giller (neuer Museumsleiter), Heide Giller (Schriftführerin) und Annette Rottmann (Schatzmeisterin). 

Schwebda – Nach 30  erfolgreichen Jahren ist Erwin Heuckeroth, von Beginn an Museumsleiter des Heimatmuseums und Mitbegründer des Vereins, aus Altersgründen zurückgetreten. Nachfolger wird Hans Giller.

Als neuer Museumsleiter wurde einstimmig der ehemalige Bürgermeister von Meinhard, Hans Giller, gewählt, der schon vor seiner Amtszeit im Vorstand des Vereines eingebunden war. Erwin Heuckeroth wurde als stellvertretender Museumsleiter gewählt. Die Versammlung bestätigte in weiteren Teilvorstandswahlen Annette Rottmann als Schatzmeisterin.

Bei der gut besuchten 30. Jahreshauptversammlung des Museumsvereins Schwebda, an der auch der Vorsitzende der Gemeindevertretung Guido Hasecke und die Erste Beigeordnete Friederike Gruß teilnahmen, stand – neben den Regularien wie dem Berichtswesen – auch eine grundlegende personelle Änderung im Rahmen der Teilvorstandswahlen an.

In ihrer Laudatio für Erwin Heuckeroth gab Silke Rottstädt, zweite Vorsitzende des Museumsvereines Schwebda und Ortsvorsteherin, einen Überblick über die äußerst verdienstvolle Arbeit des Museumsleiters. Sie spannte den Bogen vom Beginn, der geprägt war durch die Aufstellung und Erfassung der Sammlung von Albert Heuckeroth, über die Suche nach einem Platz für das Museum, das seine Heimat schließlich bis heute in der alten Beschlagschmiede des Rittergutes Schwebda fand, über die jahrelange Pflege und Fortentwicklung des Museums bis zur heutigen Zeit.

Heute ist das Museum ein Ort, der Vergangenheit sichtbar und viele Entwicklungen und Inhalte vergangener Tage begreifbar macht. Wer kennt schon noch ein Telefon mit Wählscheibe; weiß, wie früher Mehl gemahlen und Schuhe hergestellt wurden oder Schule im „frühanalogen“ Zeitalter aussah.

In vielen Dankesworten wurde die großartige Arbeit Erwin Heuckeroths gelobt, der über lange Jahre Hubert Schott und auch Fritz Sippel an seiner Seite hatte, der an diesem Abend ebenfalls in die zweite Reihe zurücktrat und nun weiter als Beisitzer im Vorstand fungiert. Als Überraschung und Dank wurde den beiden scheidenden Museumsverantwortlichen ein Porträt überreicht, das vom Grebendorfer Maler Dieter Schönberg erstellt wurde.

Abschließend hielt Erwin Heuckeroth einen anschaulichen und ergreifenden Vortrag über die Vertreibung und das Flüchtlingsschicksal der anwesenden Familie Freutel, der beispielhaft für viele Schicksale der schweren Zeiten des endenden Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegsjahre steht.

Das Heimatmuseum am Lindenanger ist von April bis Oktober immer am ersten Samstag eines Monats von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, eine Spende wird gern gesehen.

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